Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes als Flüchtlingsunterkunft nicht ausgeschlossen

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Nach dem Auszug der Märkischen Werkstätten steht das ehemalige Schulgebäude in Rönsahl leer

Kierspe - Wie geht es mit dem ehemaligen Schulgebäude in Rönsahl in der Ortslage Vor dem Isern weiter? Zuletzt machten in Rönsahl Gerüchte über einen möglichen Abriss die Runde, allerdings scheint aktuell auch eine Nutzung als Flüchtlingsunterkunft nicht mehr ausgeschlossen zu sein.

Das Gebäude steht leer, nachdem im vergangenen Jahr die Märkischen Werkstätten in ihr neues Gebäude im Gewerbegebiet Kiersperhagen umgezogen sind.

Keine Auskunft der Verwaltung

Nachdem Bürgermeister Frank Emde vor einigen Monaten noch verneint hatte, dass das Schulgebäude zur Flüchtlingsunterkunft werden könnte, wollte Patrick Sgobio vom Sozialamt in Kierspe auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung jetzt nichts zu einem möglichen neuen Sachstand sagen.

Bezirksregierung kann nichts ausschließen

Christoph Söbbeler, Pressesprecher der für die Verteilung der Flüchtlinge in ganz Nordrhein-Westfalen zuständigen Bezirksregierung Arnsberg, erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, dass ihm gegenwärtig nicht bekannt sei, in Kierspe eine größere Gruppe von Flüchtlingen, wie in der vergangenen Woche beispielsweise spontan in Siegen und Iserlohn, unterbringen zu müssen.

„Aber wir haben momentan in dieser Sache eine sehr dynamische Entwicklung. Die Dinge verändern sich so extrem schnell, dass ich es für keine Kommune mehr ausschließen kann, diese nicht auch einmal sehr kurzfristig um die Unterbringung von Flüchtlingen bitten zu müssen“, erklärte Söbbeler.

Aktuell 125 Flüchtlinge in Kierspe

Aktuell leben 125 Flüchtlinge in Kierspe. Im Juli waren zwölf Menschen hinzugekommen, wie Patrick Sgobio erläutert. Um Unterkünfte für weitere Neuankömmlinge zu schaffen, „sind wir immer bemüht, in erster Linie private Wohnungen anzumieten.“ Öffentliche Turnhallen, wie beispielsweise in einigen anderen NRW-Städten, wolle man nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen.

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