Pilgerort für Freiheitssuchende

Ob alternative Musik, kulturelle Freiräume, interaktive Kunst und die inhaltliche Auseinandersetzung mit ökologischen Themen: Auch die zweite Auflage des Katzensprung-Festivals auf Gut Haarbecke bietet den Besucher eine große Vielfalt an. - Archivfoto: Krumm

Rönsahl - Warum in die Ferne schweifen, wenn elektronische Klänge und urbane Live-Musik zum Tanzen und Träumen so nah liegen? Diese Frage stellten die Macher des Katzensprung-Festivals bereits im vergangenen Jahr und gaben damals die passende Antwort. Auch an diesem Wochenende pilgern wieder die Fans der alternativen Szene mit Rucksäcken und Zelten zum Gut Haarbecke.

Mit dem Event, als das nach eigenen Angaben Einzige seiner Art in NRW, bringen die Organisatoren die zweite Auflage des alternativen Musikfestivals nach Rönsahl. Den Besucher erwarte eine Zeit zum Loslassen, an einem Ort zum Freifühlen, heißt es vonseiten der Verantwortlichen. Auf der Grenze vom Bergischen Land zum Märkischen Kreis und vom Rheinland nach Westfalen lade ihr Festival von Freitag bis Sonntag ein, drei Tage frische Landluft zu schnuppern, gutes Essen zu genießen, durch Nacht und Tag zu tanzen und sich bewusst zu machen, was das Leben ausmacht. Das Festival stehe, so die Organisatoren, für alternative Musik, kulturelle Freiräume, interaktive Kunst und inhaltliche Auseinandersetzung mit ökologischen Themen. Bei der Versorgung legen die Veranstalter etwa Wert auf Kooperationen mit Bauern, Bäckern, Supermärkten und Vereinen aus der näheren Umgebung. Ein kleiner ökologischer Kreislauf wird durch umweltfreundliche Kompost-Toiletten geschaffen.

Aber auch die Besucher sollen ihren Teil beitragen: Auf dem Festival soll auf Einweggeschirr verzichtet werden. Die Besucher werden gebeten, eigenes Mehrweggeschirr mitzubringen. Ein kleiner Vorrat an Geschirr wird an Spülstationen bereitgestellt.

Die rund 4000 Besucher können die ganze Bandbreite elektronischer Musik auf insgesamt fünf Bühnen genießen, heißt es weiter. Ob experimentell, akustisch oder geradlinig; ob live, von Platte oder aus’m Bauch, das Festival biete Vielfalt.

Neben dem großen Musikangebot mit Live-Acts, Bands und Djs, werde es Raum für Artistik und Kleinkunst, sowie Vorträge und Upcycling-, Jonglage-, Hula-Hoop-, (Lach)Yoga-, Kräuterwanderung-, Graffiti- und Siebdruck-Workshops geben.

Wie im vergangenen Jahr öffnet das Festival bereits am Donnerstag, ab 18 Uhr, seine Pforten zum Tag der offenen Tür für die Kiersper. Es wird eine Varieté-Show geben und die Möglichkeit geboten, sich einen Überblick über die szenografischen Aufbauten der Künstler und Bühnen-Designer zu verschaffen. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. An den anderen Tagen gibt es für Einheimische einen ermäßigten Eintrittspreis von 60 Euro. Die Besucher aus Kierspe werden gebeten, am Eingang ihren Personalausweis, zum Nachweis der Anschrift, bereit zu halten.

Das diesjährige Programm werde erneut einiges zum Entdecken bieten. In Rudis Garten gibt es beispielsweise Klangvielfalten und in der Scheune ein Verwirrspiel mit musikalischer Untermalung. Freunde der Live-Musik kommen auf der Hofbühne auf ihre Kosten, versprechen die Macher. Vom performativen Live-Act bis zur mehrköpfigen Brass-Band, es stehen live gespielte Instrumente im Mittelpunkt.

Weitere Infos gibt es auf www.katzensprung-festival.de.

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