Zusätzlicher Rettungswagen für Kierspe kann noch nicht dauerhaft eingesetzt werden

Nur eingeschränkter Betrieb möglich

Der neue Rettungswagen für Kierspe entspricht diesem Modell, das in der Rettungswache in Meinerzhagen eingesetzt wird.
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Der neue Rettungswagen für Kierspe entspricht diesem Modell, das in der Rettungswache in Meinerzhagen eingesetzt wird.

Kierspe – Der zusätzliche Rettungswagen der Rettungswache in Meinerzhagen ist im Einsatz – also zeitweise, je nach Personalverfügbarkeit, und das seit dem 1. Oktober. Der Wagen fährt, anders als geplant, nicht von Kierspe aus, sondern von Meinerzhagen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte man aufgrund des Rettungsdienstbedarfsplans ermittelt, dass ein zusätzlicher Rettungswagen für die Wache in Meinerzhagen unerlässlich ist – derzeit jedoch nur in den Tagstunden von 8 bis 18 Uhr. Ursprünglich war geplant, diesen Wagen in Kierspe zu stationieren, um in diesem Bereich die Anfahrtzeiten zu reduzieren. Außerdem gab und gibt es keine Möglichkeiten, die Rettungswache in Meinerzhagen baulich zu erweitern, um den zusätzlichen Wagen dort dauerhaft unterzustellen.

Hatte man nach Auskunft des Kreises im Frühjahr noch die Hoffnung, aufgrund guter Bewerberzahlen die Stellen besetzen zu können, heißt es nun, „der Markt ist leergefegt“.

Derzeit ist der neue Rettungswagen noch in der Rettungswache in Meinerzhagen untergebracht, wo er aber aufgrund der baulichen Situation nicht dauerhaft stationiert werden kann.

„Wir suchen im Grunde ununterbrochen Personal für unsere Rettungswachen, die sich in der Zuständigkeit des Märkischen Kreises befinden“, erklärt Pressesprecher Hendrik Klein. Derzeit würden noch genau fünf entsprechend ausgebildete Mitarbeiter im gesamten Zuständigkeitsgebiet fehlen. Darin sei auch die Ursache zu suchen, dass der zusätzliche Wagen noch nicht so zum Einsatz komme wie geplant.

Um das Fahrzeug während der Zeit von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr einsatzfähig zu halten, müssen 3,5 Stellen besetzt werden – noch dazu mit einem unterschiedlichen Ausbildungsprofil der Mitarbeiter. Das sei aber bisher noch nicht gelungen, deshalb könne der Wagen auch noch immer nicht in vollem Umfang zum Einsatz kommen.

Der Märkische Kreis will jedoch erst dann, wenn der Wagen sicher und in vollem Umfang eingesetzt werden kann, über die Standortfrage entscheiden. Mietverträge seien derzeit noch nicht unterschrieben.

Der Grund für den

zusätzlichen Wagen

Ursächlich für den Einsatz eines dritten Rettungswagens im Bereich der Meinerzhagener Wache sind die gestiegenen Einsatzzahlen. Allein im Jahr 2018 wurden von der Meinerzhagener Rettungswache aus 5024 Einsätze gefahren.

Hinzu kommt, dass die Einsätze aufgrund der Entfernung zu den nächstgelegenen Kliniken mit 93 Minuten recht lange dauern. Zum Vergleich: In Lüdenscheid sind es 60 Minuten und in Iserlohn nur 56 Minuten.

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