Märkische Werkstätten: Umzug bringt Veränderung

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Was wird in Zukunft aus dem bisher von den Märkischen Werkstätten genutzten ehemaligen Grundschulgebäude Vor dem Isern? Diese Frage stellen sich viele in Rönsahl. - Fotos: Crummenerl

Rönsahl - Nahezu abgeschlossen sind die mit dem Umzug der Märkischen Werkstätten vom bisherigen Standort in Rönsahl in die inzwischen fertiggestellten neuen Arbeitsräume im Gewerbegebiet Kiersperhagen zusammenhängenden Arbeiten.

Von Rainer Crummenerl

Schon vor Wochen wurde damit begonnen, die bisher in Rönsahl im Einsatz befindlichen Maschinen und Gerätschaften so wie die übrigen Einrichtungsgegenstände – soweit das die Auftragslage und die Arbeitsabläufe zugelassen haben – von Rönsahl in den neuen Gebäudekomplex zu verlagern und dort zu installieren. Diese Arbeiten stehen nun vor dem Abschluss.

Stand der Dinge ist gegenwärtig, dass die Arbeitsaufnahme im neuen Gebäudekomplex am 11. August erfolgen wird. Dann nämlich enden die zurzeit laufenden Betriebsferien der Märkischen Werkstätten, und bis zu diesem Zeitpunkt, so informierte Wolfgang Lill, der bisher für den Bereich Rönsahl und künftig auch am neuen Standpunkt zuständige Betriebsleiter, sind auch dort die letzten vorbereitenden Arbeiten für den neuen Start abgeschlossen.

Im Umkehrschluss bedeutet das dann allerdings, dass die bisher genutzten und nach wie vor im Eigentum des Bielefelder Johanneswerkes befindlichen Betriebsräume im ehemaligen Schulkomplex in Rönsahl leer stehen werden, da sich bisher noch keine neue Verwendungsmöglichkeit anbietet.

Derzeit gibt es Überlegungen, den gesamten Gebäudekomplex oder zumindest große Teile davon zu seniorengerechten Wohnungen umzubauen. Dafür sprechen nicht zuletzt die relativ solide Bausubstanz sowie bereits vorhandene infrastrukturelle Einrichtungen wie Aufzüge. Zur Verwirklichung dieses Projektes wünscht sich Rönsahls kürzlich gewählter neuer Ortsbürgermeister Holger Scheel die enge Zusammenarbeit mit einem finanzkräftigen Investor, der die Bemühungen der Stadt entsprechend begleitet. Sollte das nicht gelingen, so Scheel im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung, bliebe als weitere Option möglicherweise nur der Abriss des Gebäudes und die Eingliederung der Fläche in den Plan für Wohnbebauung im Bereich Vor dem Isern.

Gerade Letzteres würde man in Rönsahl sehr bedauern, stand doch gerade dieses Gebäude von Anfang an im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Nach der Grundsteinlegung 1952 und seiner Fertigstellung 1954 folgte der feierliche Einzug der Grundschule. Gern erinnert man sich daran, dass über viele Jahre ein Zimmer im oberen Gebäudetrakt neben dem schulischen Bereich auch als Veranstaltungsraum für die Volkshochschule zur Verfügung stand.

Im Zuge der allgemeinen Entwicklung folgte später die phasenweise Eingliederung der Rönsahler Grundschüler in die Pestalozzischule. Damit einher ging die Nutzung des Schulgebäudes durch die Sonderschule Volmetal. Später dann, als die zentrale Beschulung dieser Kinder nach Meinerzhagen verlegt wurde, waren die Verantwortlichen froh, dass sich mit dem Johanneswerk in Bielefeld und dem im Jahr 1980 erfolgten Einzug der Märkischen Werkstätten ein neuer Verwendungszweck für das Gebäude finden ließ, für den nach nunmehr fast einem Vierteljahrhundert abermals eine adäquate Nachfolgelösung gefunden werden muss.

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