Kein Durchkommen für Wanderer nach Woeste

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Wenige hundert Meter hinter der Straße Padberg endet der Wanderweg Richtung Woeste und weiter nach Wienhagen derzeit, weil seit rund eineinhalb Wochen Geröll- und Gesteinsbrocken den kompletten Weg bedecken.

Kierspe - Seit eineinhalb Wochen gibt es auf dem bei Spaziergängern und Hundehaltern sehr beliebten Wanderweg von der Straße Padberg nach Woeste und weiter zum Wienhagener Turm kein Durchkommen mehr.

Auf einer Länge von mindestens 100 Metern wurden tonnenweise Geröll- und große Gesteinsbrocken vermischt mit Mutterboden abgeladen und machen ein Weiterkommen unmöglich.

Weg soll ausgebessert werden

Mit diesem Material soll der städtische Weg, der durch Auswaschungen nach Regenfällen in einem schlechten Zustand war, wieder begeh- und für die Landwirte mit ihren Maschinen befahrbar gemacht werden, erklärte Karsten Seil, Sachgebietsleiter Tiefbau, auf Anfrage unserer Redaktion. Die Stadt habe mit der Maßnahme allerdings nichts zu tun, sie werde von einem Landwirt in Eigenregie durchgeführt, erfolge lediglich in Abstimmung mit der Verwaltung.

Maßnahme wird erst nach Abschluss begutachtet

„Bei dem Material handelt es sich um Bodenaushub. Sobald die Maßnahme abgeschlossen ist, werden wir das Ganze in Augenschein nehmen und beurteilen, ob geeignetes Material eingesetzt wurde. Natürlich ist es nicht möglich, große Felsquader einzubauen“, sagt Seil.

"Das Material ist völlig ungeeignet"

Genau das soll nach Meinung der Freien Wähler aber passieren, weshalb die FWG jetzt Alarm schlägt. „Das Material ist völlig ungeeignet. Bei starken Regenfällen wird der Mutterboden ausgewaschen und landet bei dem Gefälle des Weges einige hundert Meter tiefer auf der Straße“, sagt Wolfgang Sikora.

Wanderer und Jäger sind verärgert

Aufmerksam auf das Problem gemacht worden sei die FWG durch zahlreiche verärgerte Wanderer und Jäger, die derzeit nicht mehr in der Lage seien ihr Revier durch die Aufschüttungen mit dem Auto anzufahren. Sikora, übrigens selbst Jäger, fordert jetzt sofort aktiv zu werden und nicht zu warten, bis das gesamte Material eingebaut ist: „Schließlich kann es nicht sein, dass es einfach so möglich ist, seinen Bodenaushub in der Natur zu entsorgen. Ich sehe die große Gefahr, dass die Felsbrocken in den angrenzenden Wald abrutschen und dort durch ihr Gewicht massive Schäden an den Bäumen hinterlassen.“

„Sommerpause soll genutzt werden“

FWG-Kollege Torsten Götze zeigt sich verwundert, warum im Vorfeld der Arbeiten nicht zunächst die politischen Gremien der Stadt darüber informiert worden seien. „Sonst wird jede Kleinigkeit im Ausschuss für Bauen und Umwelt behandelt, warum also nicht auch die Sanierung dieses Weges?“, fragt Götze und glaubt die Antwort bereits zu kennen: „Es drängt sich der Eindruck auf, dass die politische Sommerpause genutzt werden soll, um Fakten zu schaffen.“

Freien Wähler haben den Kreis informiert

Deshalb haben die Freien Wähler jetzt eine offizielle Anfrage an Bürgermeister Frank Emde gestellt, was mit der „Erdaushubdeponie“ auf dem Wanderweg geschehen soll. Zudem sei nach Aussage der Wählergemeinschaft auch der Märkischen Kreis über diese Vorgänge informiert worden.

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