Weg aus Ehekonfliktlabyrinth

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Gleich fünfmal wird es im Stück „Die Wunderübung“ Joana und Valentin geben, das die VHS-Theatergruppe Zeus & Consorten im März aufführen wird.

Kierspe - „Sie haben keine Liebesbeziehung, Sie haben eine Kampfbeziehung“, sagt der Therapeut, der einer Ehekrise auf den Grund kommen und dem Paar einen Weg hinaus weisen soll. Wer wissen möchte, ob ihm dies gelingt, ob sich das Paar weiter im Ehekonfliktlabyrinth verirrt oder gar der Therapeut am Ende der Therapierte ist, sollte sich die Aufführung von „Die Wunderübung“ durch Zeus & Consorten, das Theater-Ensemble der Volkshochschule Volmetal, nicht entgehen lassen.

Das Stück stammt aus der Feder von Daniel Glattauer, einem österreichischem Journalisten und Autoren, der vielen auch durch seine Bestseller „Gut gegen Nordwind“ und „Jede siebte Welle“ sowie des Romans „Der Weihnachtshund“ bekannt sein dürfte. Glattauers Bühnenstück „Die Wunderübung“ kann man nicht nur auf der Theaterbühne erleben, sondern seit knapp zwei Wochen auch im Kino, zumindest in Österreich.

Denn Regisseur Michael Kreihsl hat die Alltagssituationen, die man zu kennen scheint, wo jedoch plötzlich alles ganz anders ist, mit Aglaia Szyszkowitz, Erwin Devid Striesow und Erwin Steinhauer verfilmt Bei Zeus & Consorten wird die Ehefrau Joana von Elsbeth Venohr, Daniela Sinn, Nina Naber, Felizitas Joormann und Brigitte Péron gespielt.

Eigentlich ist es nur ein Therapeut, der von einem Paar aufgesucht wird – doch auch dieser wird beim VHS-Ensemble von fünf Schauspieler dargestellt.

Allein daran wird schon deutlich, dass es sich um eine besondere Version von „Die Wunderübung“ handelt. Denn nicht nur die Ehefrau, sondern auch ihr Mann Valentin – Hans Halbfas, Claudia Klinke, Jutta Niggemann, Martina Schnerr-Bille und Anette Klingelhöfer – wechselt mitten im Stück.

Das gilt selbstverständlich auch für den Therapeuten, den es ebenfalls mit Ute Gehres, Hiltrud Langemann, Heike Mammen, Helga Arnhold und Michael Krstic in fünffacher Ausführung gibt. „Das Pärchen am Rande“, gespielt von Inge Lück, Anna Lena Keil und Christine Kraschinski, macht ebenfalls deutlich, dass die Aufführung dieser Komödie durch das VHS-Ensemble etwas Besonderes ist.

Gleichwohl halten sich die Darsteller an den Text von Glattauers Bühnenstück: Ein Mann und eine Frau sitzen wegen ihrer Beziehungsprobleme bei einem Paartherapeuten, alle im gleichen Kostüm und mit gleicher Frisur (Perücke) – doch auch bei 15-facher facettenreicher Darstellung „ist die Stimmung geladen“.

Ganz im Gegenteil zu der bei den Proben von Zeus & Consorten, die rund vier Wochen vor der Premiere im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule Kierspe intensiviert wurden. Die Mitglieder der Theatergruppe treffen sich zweimal in der Woche. „Wir haben es jetzt sogar schon geschafft, das Stück einmal komplett durchzuspielen“, macht Regisseurin Martina Schnerr-Bille deutlich, dass dies zu einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt gelungen ist – auch unter dem Aspekt, dass nicht jeder bei jeder Probe dabei sein kann.

So auch am vergangenen Dienstag, doch das tut der guten Stimmung innerhalb der Gruppe keinen Abbruch. Im Gegenteil, nach einem Gläschen Sekt und einem gemeinsam gesungenen Lied – oft genug hat auch ein Mitglied des Ensembles Geburtstag (gehabt) – geht es in die nächste „Wunderübung“-Probe.

Aufführungen und Tickets

Die VHS-Theatergruppe Zeus & Consorten wird das Stück „Die Wunderübung“ jeweils ab 19.30 Uhr an folgenden Tagen aufführen:

10. März im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule Kierspe (Premiere).

14. März im Kulturbahnhof in Halver.

17. März in der „Alten Drahtzieherei“ in Wipperfürth.

21. März in der Stadthalle in Meinerzhagen.

Tickets gibt es zum Preis von 10 Euro bei der Volkshochschule Volmetal und den Mitgliedern von Zeus & Consorten.

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