„Shakes-Billes“ Sommernachtstraum

VHS-Theaterensemble spielt wieder Shakespeare

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Die Vorbereitungen für die Aufführungen von „Ein Sommernachtstraum“ laufen bei der Theatergruppe Zeus & Consorten mit viel Spaß.

Kierspe - Bei Zeus & Consorten ist es schon zum geflügelten Wort geworden: „Shakes-Billes“ Sommernachtstraum. Martina Schnerr-Bille, Regisseurin des VHS-Theaterensembles, hat sich diesmal wieder für Shakespeare entschieden – zumal es auch in der Gruppe den Wunsch nach einem Stück des englischen Dramatikers gab.

Da die Leiterin von Zeus & Consorten natürlich die Grundlage, die Übersetzung von August-Wilhelm Schlegel, „entzerrt hat“, wie sie selber sagt, besonders die Sprache, sprachen die anderen Mitglieder des Ensembles schnell von „Shakes-Billes Sommernachtstraum“.

Und die Vorbereitung auf die Aufführungen im PZ der Gesamtschule (2. März), der Aula des Halveraner Anne-Frank-Gymnasiums (5. März), der Alten Drahtzieherei in Wipperfürth (10. März), der Stadthalle Meinerzhagen (12. März) und in der Historischen Brennerei in Rönsahl (7. April) haben längst begonnen. Die 15 Schauspieler von Zeus & Consorten freuen sich, wieder mit romantischen Kostümen, ulkigen Kopfbedeckungen und Perücken auf der Bühne stehen zu können.

Dabei werde von ihnen nicht nur das Lernen der Texte verlangt, sondern es sei auch handwerkliches Geschick (nähen, filzen, malen, et cetera) gefragt. Denn alles, was für eine Aufführung benötigt wird, fertigen die Gruppenmitglieder selber oder besorgen es. Das gilt auch für die Kulisse: Zwei Messeständer werden mit Bildern eines Waldes sowie eines Schlosses bespannt. Dies lässt erahnen, dass es bei „Ein Sommernachtstraum“ bunt zugeht.

So heißt es in der Ankündigung der Theateraufführung: „Man nehme: Einen König und seine Königin, zwei Liebespaare, eine Handvoll Elfen und ein halbes Dutzend Handwerksburschen, schütte sie in eine Geschichte und rühre vorsichtig, aber konsequent darin herum. Dann kommen einige Tropfen vom Saft der Purpurblüte hinzu und fertig ist ein gradliniges Verwirrspiel, eine tragische Komödie oder eine komische Tragödie. Was ihr wollt.“

Dabei wird König Theo von Hans Halbfas, Amazone Hildegund von Inge Lück, Zeremonienmeister Pilo und Schnoc sowie der Schreiner und Löwe von Elsbeth Venohr, Graf Erwin und Tom Schnauz von Martina Schnerr-Bille, Hermia von Daniela Sinn, Lysander von Hiltrud Langemann, Helena von Felicitas Joormann, Demetrius von Anette Klingelhöfer, Meister Peter Squenz von Helga Arnhold, Zettel, der Weber und Pyramus von Claudia Klinke, Franz Flaut und Thisbe von Christine Kraschinski, der Waldgeist Puck von Brigitte Peròn, die Elfe Senfsamen sowie Bohnenblüte und Spinnweb von Lea Sinn, die Elfenkönigin Titania von Ute Gehres und der Elfenkönig Oberon von Jutta Niggemann gespielt.

Martina Schnerr-Bille hat nach wie vor im Hinterkopf, einmal komplett ein eigenes Theaterstück zu schreiben.

Rund 60 Stunden hat Martina Schnerr-Bille für das Schreiben des Drehbuchs benötigt. Die Komödie „Ein Sommernachtstraum“ werde zwar von jedem Regisseur anders interpretiert und komme daher dem ganz eigenen Drehbuch schon nahe. „Gleichwohl habe ich immer noch das Schreiben eines eigenen Theaterstücks im Hinterkopf“, gesteht Martina Schnerr-Bille. Aktuell gilt die ganze Konzentration aber der Vorbereitung und den Proben – im Februar an zwei Abenden in der Woche – , aber auch schon der Sorge, wo nach den Theateraufführungen die Kostüme und anderen Requisiten gelagert werden.

„Uns fehlt noch ein Raum, wo wir Regale aufstellen und die Sachen lagern können“, hofft die Leiterin von Zeus & Consorten, dass vielleicht jemand solch einen Raum zur Verfügung stellen kann. Und in zwölf Jahren – so lange gibt es die Gruppe schon – ist so einiges zusammengekommen, das auf verschiedene Kellerräume verteilt ist. Wer gerne bei Zeus & Consorten mitmachen möchte, kann sich über den VHS-Kurs „Mach doch Theater“ anmelden, der am 19. Februar beginnt und in dem auch Theater-Grundübungen angeboten werden.

Aufführungen

„Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare in der Bearbeitung von Martina Schnerr-Bille ist an folgenden Termin zu sehen: 

Samstag, 2. März, 19.30 Uhr, im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule Kierspe;

Dienstag, 5. März, 19.30 Uhr, in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums Halver;

Sonntag, 10. März, 19.30 Uhr, in der Alten Drahtzieherei Wipperfürth;

Dienstag, 12. März, 19.30 Uhr, in der Stadthalle Meinerzhagen;

Sonntag, 7. April, 19.30 Uhr, in der Historischen Brennerei Rönsahl (Benefizaufführung).

Der Eintritt kostet an den ersten vier Terminen jeweils 10 Euro, in Rönsahl soll eine Spende für einen karitativen Zweck entrichtet werden.

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