Zehn Tonnen Lebensmittel – Jahr für Jahr

Zehn Tonnen Lebensmittel für bedürftige Kiersper

Zehn Tonnen Kleidungsstücke werden jedes Jahr gespendet.

Kierspe - Es sind beeindruckende Zahlen, die der Kassierer des Vereins Hand in Hand im Sozialausschuss vortrug. Rund zehn Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr von den ehrenamtlichen Helfern in Geschäften abgeholt oder eingekauft, zum Bürgerzentrum gefahren und in die Regale geräumt,  damit sie portioniert abgegeben werden können.

Von Johannes Becker

Mittlerweile gibt es mehr als 400 Kiersper, die eine Berechtigungskarte im Rathaus erhalten haben, um damit von dem Engagement des Vereins zu profitieren. Hinter den 400 Karten verbergen sich zum Teil aber auch ganze Familien, so dass mehr als 800 Menschen in der Volmestadt auf die Unterstützung der Ehrenamtlichen angewiesen sind.

Gut, dass es mittlerweile auch 115 Menschen gibt, die ehrenamtlich 1200 Stunden im Jahr in dem Zentrum arbeiten. Denn neben der Lebensmittelausgabe warten noch viele weitere Aufgaben. So müssen auch rund zehn Tonnen gespendete Kleidungsstücke und Schuhe gesichtet, sortiert und verkauft werden – wobei nur rund die Hälfte der Spenden auch nachher an den Kleiderständern hängt oder in den Regalen liegt, der Rest ist so stark verdreckt oder beschädigt, dass er keinen Zweck mehr erfüllen kann. 2000 bis 2500 Kleidungsstücke werden in jedem Jahr für kleines Geld verkauft – und das mittlerweile zweimal die Woche.

Da das soziale Bürgerzentrum mittlerweile die gesamte obere Etage des ehemaligen Gemeindehauses belegt, haben die Ehrenamtlichen mittlerweile nicht mehr mit der drangvollen Enge zu leben. Vor allem müssen die Menschen, die auf die Lebensmittelspenden angewiesen sind, nicht mehr im Freien vor dem Gebäude in einer Schlange stehen.

Einmal die Woche öffnet auch das Begegnungscafé, in dem sich regelmäßig viele Kiersper treffen. „Das reicht vom Poahlbürger bis hin zu einer Gruppe türkischer Frauen, die sonst keinen Platz für ein Treffen finden“, berichtet Claudia Lüsebrink-Wirth als zweite Vorsitzende des Vereins. Was ein solches regelmäßiges Treffen in Zahlen bedeutet, konnte dann wieder Koll erklären: „Wir geben Jahr für Jahr rund 5000 Tassen Kaffee oder Tee aus, backen 1000 Waffeln und verkaufen Kuchenstücke die wir aus rund 250 gespendeten Kuchen und Torten schneiden.“

Das auf diese Art und Weise eingenommene Geld gehe in das Gebäude. Alle Geldspenden hingegen werden für den Einkauf haltbarer Lebensmittel verwendet, die bei der Ausgabe an Bedürftige gehen. Seit einigen Jahren gibt es auch die sogenannte Fundgrube. Dort lassen sich Haushaltsgeräte finden, aber auch schonmal ein funktionsfähiger Computer oder eine Stereoanlage. Insgesamt 1500 Gegenstände wechseln dort im Jahr den Besitzer.

Darüber hinaus hat der Verein die Vermietung des großen Saals für Feiern übernommen. Allein für dieses Jahr gebe es bereits 19 feste Termine, an denen der Raum gebucht sei.

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