Umlaufsperre mit Pfeifsignal

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Der Weg über die Straße Windfuhr nach Neuebrücke und umgekehrt darf aktuell nicht genutzt werden, da der Bahnübergang mit Schotterhaufen und Bauzaun voll gesperrt ist. An dieser Stelle soll jedoch eine sogenannte Umlaufsperre mit Pfeifsignal errichtet werden.

Kierspe - Elsbeth Venohr wohnt schon seit vielen Jahren an der Straße „Windfuhr“ in Kierspe. Sie hat daher immer wieder beobachten können, dass Wandergruppen und Spaziergänger den Feldweg am Ende der Windfuhr nutzen, um entweder nach Neuebrücke zu kommen – es gibt dort noch eine Fußgängerbrücke über die Volme – oder in den Wald zu kommen.

Das ist seit geraumer Zeit nicht mehr möglich, denn ein Wall aus Splitt und Erde sowie Bauzäune versperren den Weg über die Gleise. Spuren im aufgeweichten Boden zeigen zwar, dass einige sich von Wall und Zaun nicht aufhalten lassen, doch ist das Passieren der Gleise keine ungefährliche Sache, da seit gut fünf Wochen wieder Züge von Meinerzhagen nach Lüdenscheid und umgekehrt fahren.

Fußweg führt über B 54 ohne Bürgersteig

„Jetzt müssen diejenigen, die von Neuebrücke kommen, über die B 54 gehen“, sagt Elsbeth Venohr, „und dort gibt es keinen Bürgersteig“. Aber auch Wanderer und Spaziergänger oder Hundebesitzer im Bereich Windfuhr müssen sich andere Routen suchen – zumindest vorübergehend. Denn dieser Übergang gehört neben zwei anderen Bahnübergängen zu denen, die umgebaut werden sollen.

Im Zuge der Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid wurden insgesamt zehn Bahnübergänge auf gleiche Art und Weise – mit Bauzaun und Schotterhaufen – sowohl für den Straßen- als auch für den Fuß- und Radwegeverkehr voll gesperrt.

Das Schild weist schon seit langer Zeit auf den Bahnübergang hin, der aber aktuell voll gesperrt ist.

Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung erklärte, sei dies in Absprache mit den Straßenbaulastträgern und Anwohnern geschehen. Denn es handelt sich zumeist um private Wege über den Schienenstrang, die beispielsweise früher landwirtschaftlich genutzt wurden.

„Nach Eingang des Baurechts werden sieben hiervon zurückgebaut“, erklärt der Pressesprecher, dass nach Abschluss des Plangenehmigungsverfahrens durch das Eisenbahnbundesamt sieben dieser Bahnübergänge endgültig geschlossen werden. Drei Übergänge sollen dann wieder in Betrieb genommen werden, nachdem Sicherungsanlagen unterschiedlicher Art gebaut wurden.

Schranke mit Wechselsprechanlage

Ein Feldweg zwischen Herlinghauser Weg und Sankel soll durch eine sogenannte Anrufschranke gesichert werden. Diese eigentlich stets geschlossene Schranke kann mittels einer Wechselsprechanlage geöffnet werden. In diesem Fall würde man über die Wechselsprechanlage an der Schranke Kontakt mit dem Stellwerk in Brügge aufnehmen, um die Schranke, wenn möglich, öffnen zu lassen.

Der Zugang von der Straße Windfuhr zum Volme-Freizeitpark – das ehemalige Drehkreuz – soll nach den Angaben des Bahnpressesprechers Schranken mit einer Lichtzeichenanlage erhalten. Und der dritte Weg über die Gleise – der möglicherweise eine Rolle für den Volmetalradweg spielt – erhält eine sogenannte Umlaufsperre mit Pfeifsignal.

Auf beiden Seiten der Schienen werden Gitter in Form einer Barriere angebracht, sodass die Gitter in Form einer Schlangenlinie oder Z-förmig umlaufen beziehungsweise umfahren werden. Nähert sich diesem Bahnübergang ein Zug, ertönt ein Pfeifsignal, sodass Fußgänger wie Radfahrer gewarnt sind und an der Umlaufsperre warten.

Umlaufsperre

Eine Umlaufsperre, nach DIN 18024 Umlaufschranke, ist eine Anordnung von Gittern, die am Ende eines Weges oder auf einem Weg als Barriere wirkt. Um dem Weg zu folgen, müssen die Gitter in Form einer Schlangenlinie oder Z-förmig umlaufen oder umfahren werden. Es gibt unterschiedliche Anordnungen, beispielsweise als Durchlass in einem Gitter, vor dem ein zweites Gitter als Sperre steht, oder als zwei ineinanderkämmende U-förmige Teile.

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