35 kleine Erdenbürger bei Empfang im Rathaus

Der Erfolg war den Organisatoren auch diesmal gewiss: Zahlreiche Familien fanden sich am Samstag zum Neugeborenenempfang im Rathaus ein.

KIERSPE - Friedlich schlafend, neugierig um sich schauend oder vergnügt brabbelnd: So „besetzte“ am Samstagmorgen die jüngste Generation Kiersper Bürger den Ratssaal – und das überwiegend auf allen Vieren.

Von Martina Haski

„Erziehung ist Liebe und Vorbild“, mit diesen Worten Albert Einsteins begrüßte Initiatorin Monika Baukloh ihre Gäste. Kindern und Eltern ihre Wertschätzung auszudrücken und sie in Kierspe willkommen zu heißen sei das erklärte Ziel der Veranstaltung.

Oft genug ärgert sich die SPD-Ortsvereinsvorsitzende über negative Schlagzeilen in Bezug auf Kinder und Jugendliche. Deshalb möchte sie mit ihrer Aktion, die seit 2008 immer am ersten Samstag im Februar stattfindet, ein positives Signal setzen und die neue Generation in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken.

Insgesamt 155 Neugeborene zählte die Stadt Kierspe im vergangenen Jahr. Davon fanden sich jetzt 35 Familien unterschiedlicher Nationalitäten mit ihren Babys plus Geschwisterkindern zum Frühstück und zwanglosen Erfahrungsaustausch ein.

Unterstützt vom SPD-Landtagsabgeordneten Gordon Dudas und weiteren Parteigenossen, hielt Baukloh für jedes Baby einen kuscheligen Plüschstorch und nützliche Informationen über Angebote für kleine Kinder und junge Familien bereit – diesmal in Form eines Ordners, der bei Neuerungen ergänzt werden kann.

„Ich empfinde das als eine sehr nette Geste und staune darüber, wie viele Menschen heute gekommen sind“, erklärte Yakup Abanoz, dessen vier Monate alte Tochter Sümeyye zufrieden in ihrem Kindersitz schaukelte. „Wir haben uns an den Ständen gut informiert“, zeigten sich auch Sebastian und Stefanie Maaß zufrieden, während ihre elf Wochen alte Tochter Rebecca Josefine gerade wieder einschlief.

14 Organisationen, Vereine und Einzelanbieter nutzten den Empfang, um ihr kindgerechtes Angebot zu präsentieren. Darunter waren Tatjana Sander und Annegret Götze, die über ihre Arbeit im heilpädagogischen Kindergarten Schürfelde informierten, während Margrit Witt-Kringe von der Kindertageseinrichtung Villa Regenbogen und Marion Stöcker vom Familienzentrum St. Josef die Zahl der Plätze für Kinder unter drei Jahren bekannt gaben. Rede und Antwort standen auch Lillian Tanzius und Daniela Wall vom Kindertagespflegebüro in Meinerzhagen, das heimische Tagesmütter qualifiziert, berät und betreut. Elke Born stellte Bewegungs- und Sinnesanregungen des Prager Eltern-Kind-Programms (Pekip) vor, Tipps zum Thema Erste Hilfe am Kind kamen von Andrea und Peter Thelen vom DRK-Ortsverein. Über Brandschutzerziehung und Löschzwerge informierten Margit Schulenburg, Claudia Grau und Mike Söhl, während Sabine Köhnke von der Stadtbibliothek Bücher für und über Babys ausstellte. Zudem gab es Informationen über Babyschwimmkurse, Krabbelgruppen, Kindergottesdienste, Luftballons für alle Gelegenheiten und personalisierte Buchgeschenke. Josef-Alexander Horstmann von der Provinzial hatte neben Informationen zu Versicherungen für alle Familien einen Rauchmelder und einen „Kinderfinder“ mitgebracht. Somit ist nun auch für brenzlige Situationen vorgesorgt.

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