Zahlreiche Aktivitäten beim Verein Hand in Hand

Neu in den Vorstand gewählt wurde Karin Derksen als Beisitzerin. Außerdem wählte die Versammlung Inge Rittinghaus, Ulrich Lauterjung und Dr. Axel Karge in den Beirat.

KIERSPE ▪ Bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Hand in Hand“ berichteten Vorstand und Teamsprecher jetzt im sozialen Bürgerzentrum im Gemeindehaus Felderhof aus den zahlreichen Arbeitsbereichen, die sich mittlerweile im Sozialen Bürgerzentrum Felderhof etabliert haben.

Das Essen in Gemeinschaft werde hauptsächlich von älteren Gästen in Anspruch genommen, sagte Margit Witt-Kringe. Dementsprechend koche man „gutbürgerlich“. Inzwischen habe sich ein Stamm von 25 bis 30 Personen herausgebildet. Allerdings brauche man auf Dauer einen größeren Herd.

Auch in den anderen Gruppen läuft die Arbeit rund: Ein Team von Fahrern holt regelmäßig gespendete Lebensmittel in Kierspe, Meinerzhagen und Halver ab. Obst, Gemüse und Eier müssten teilweise zugekauft werden, dann aber in den Geschäften, die auch Lebensmittel spenden.

Ein Lebensmittel-Taxi bringt Gäste, die nicht mobil sind, zum Bürgerzentrum. Für den 6. Dezember ist ein Spielzeugverkauf für Gäste geplant. Zahlreiche Spenden seien schon eingegangen, der Erlös solle wieder für Lebensmittel verwandt werden.

Die Kleiderkammer und das Kuchenbuffet werden gut angenommen. Für die Kleiderkammer suchen die Mitarbeiterinnen vor allem große Größen. Neu dazugekommen ist ein Bücherregal, das ebenfalls genutzt wird.

Inzwischen gibt es auch Kooperationen mit anderen Institutionen: Streetworkerin Sibylle Wiehle berichtete über ihr neues Aufgabengebiet. Seit dem Sommer bietet sie im sozialen Bürgerzentrum eine allgemeine Sozialberatung an, die gut angenommen werde. Bis zu sechs Personen berate sie pro Termin, häufig sind ihr die Ratsuchenden schon aus ihrer Arbeit als Streetworkerin bekannt.

Unter dem Titel „Hand in Hand mit der Volkshochschule“ wird auch in Richtung Weiterbildung gearbeitet. Das Bürgerzentrum stellt Kontakte her oder fördert bei Bedarf die Teilnahme an VHS-Kursen. Und als letzte Gruppe sind die Integrationslotsen dazugekommen, die Menschen mit Migrationshintergrund zur Seite stehen.

Schriftführer Ulrich Fülber ergänzte die vielfältigen Aktivitäten mit einigen statistischen Angaben: Aktuell seien 256 Besucherkarten im Umlauf für insgesamt 553 Personen, davon 222 Kinder. „Möglich und realistisch wäre durchaus das Dreifache.“ Fülber zeigte sich überrascht, dass vergleichsweise wenige kinderreiche Familien das Bürgerzentrum nutzen würden. Jeder, der Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Wohngeld erhält, könne eine Besucherkarte bekommen.

Die üblichen Vereinsregularien wurden rasch erledigt. Kassiererin Claudia Lüsebrink-Wirth erstattete den Kassenbericht, den Ulrich Lauterjung und Brigitte Denda in Vertretung von Harry Schneider geprüft hatten. Auf ihren Antrag entlastete die Versammlung den Vorstand einstimmig.

Die Finanzen von „Hand in Hand“ setzen sich zum weitaus größten Teil aus Spenden zusammen. Martin Ahlhaus wertete das das gute Ergebnis als weiteren Beweis für die große Unterstützung durch die Kiersper Bevölkerung.

Nach zwei Jahren Vereinsarbeit standen erstmals Wahlen auf der Tagesordnung. Angelika Rentrop als zweite Vorsitzende und Claudia Lüsebrink-Wirth als Kassiererin wurden einstimmig per Handzeichen in ihren Funktionen bestätigt.

Jochen Reiffert legte aus zeitlichen Gründen sein Amt als Beisitzer nieder. Für ihn rückte Beirats-Mitglied Karin Derksen nach. Der Beirat setzt sich aus Personen des öffentlichen Lebens, der Wirtschaft und Kommune zusammen. Drei, aus unterschiedlichen Gründen freigewordene Posten mussten nachbesetzt werden. Die Wahl fiel auf Dr. Axel Karge, Inge Rittinghaus und Ulrich Lauterjung.

Zwei neue Projekte wurden von der Versammlung bei dem Treffen abgesegnet: Hand in Hand will einen Nothilfefonds auflegen, aus dem im Einzelfall dort geholfen werden soll, wo sich keine anderen Kostenträger finden. Und für den Heiligen Abend ist eine Feier im Lutherhaus geplant. Eingeladen sind alle Menschen, die den Weihnachtsabend nicht allein verbringen wollen. ▪ Birgitta Negel-Täuber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare