Zahl der Wahlberechtigten nochmals leicht gestiegen

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Mehr Bürger als je zuvor nutzen die Möglichkeit der Stimmabgabe per Briefwahl: Auch gestern musste Anja Kluth vom städtischen Wahlteam einige Male die neu eingegangenen Wahlbriefe anhand der Nummerierung den jeweiligen Stimmbezirken zuordnen. ▪

KIERSPE ▪ Wenn am Sonntagmorgen um acht Uhr im Rahmen der vorgezogenen Landtagswahl die Wahllokale öffnen, dann haben die Wahlhelfer schon die erste halbe Stunde Arbeit hinter sich, denn sie müssen den Stimmgang vorbereiten. Insgesamt sind vor Ort 178 im Einsatz.

Viele Bürger haben aber bereits gewählt, wie die weiter angestiegene Zahl der Briefwähler zeigt: Am Freitagmorgen um 9.15 Uhr waren es schon 2092, Tendenz weiter steigend. „So viele hatten wir noch nie“, betont Anja Kluth vom städtischen Wahlteam.

Briefwähler konnten dies noch bis Freitagabend um 18 Uhr im Rathaus beantragen und dort im Foyer, wo eine Wahlkabine und Urne stand, gleich auch schon wählen. Aber sie haben auch noch die Möglichkeit, ihren Wahlbrief mit dem Stimmzettel heute und morgen bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr in den Briefkasten des Rathauses einzuwerfen, der dann noch einmal geleert wird. Gestern musste Anja Kluth im Laufe des Tages noch einige Male die neu eingegangenen Wahlbriefe anhand der Nummerierung den jeweiligen Stimmbezirken zuordnen.

Die Zahl der Wahlberechtigten in Kierspe hat sich nochmals etwas verändert und liegt inzwischen bei 12308, ist also leicht gestiegen. Dass es dazu immer wieder kommt, liegt an den Zuzügen, Wegzügen, an Todesfällen, aber auch daran, dass Menschen vom Amtsgericht unter Betreuung gestellt werden, weil sie geistig und psychisch beeinträchtigt sind und ihnen daher unter anderem das Wahlrecht aberkannt wird. Ein solcher Fall ist erst noch in dieser Woche wieder passiert.

Verändert haben sich nicht zuletzt auch wegen der aufgrund der Landtagsauflösung relativ kurzfristig anberaumten Wahl einige Wahllokale, weil einige wegen anderweitiger Termine nicht zur Verfügung stehen: Im Stimmbezirk 5.1 wird statt im Café Struth diesmal im katholischen Gemeindehaus am Glockenweg gewählt, im Stimmbezirk 6 statt im evangelischen Gemeindehaus Rönsahl im katholischen Gemeindehaus Rönsahl (Eingang von Auf der Rodt), im Stimmbezirk 13 statt im Vereinsheim der Kleingärnter im Elterninitiative-Kindergarten Kunterbunt am Büscherweg und im Stimmbezirk 15 statt im Lutherhaus in der Tierarztpraxis Klaus.

Zur morgigen NRW-Wahl stellen sich bei der Erststimme sechs Direktkandidaten der Parteien dem Votum der Wähler: Für die CDU der Betriebswirt Oliver Fröhling, für die SPD der angestellte Ausbildungsleiter Gordan Dudas, für die Grünen der Tanzlehrer Gesa Lang, für die FDP die Schalksmühler Rechtsanwältin Angela Freimuth, für die Linke der Beamte Thomas Lienenkämper und für die Piraten der Geschäftsführer Michael Meyer. Bis auf Freimuth kommen alle aus Lüdenscheid. Bei der Zweitstimme stehen insgesamt 17 Parteien zur Wahl, über die bereits genannten hinaus sind das: Pro NRW, NPD, Tierschutzpartei, Familien-Partei Deutschland, Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG), Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Freie Wählerinitiative (FBI), Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland (AUF), Freie Wähler Nordrhein-Westfalen sowie Partei der Vernunft. ▪ Rolf Haase

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