Zahl der Delikte in Kierspe 2017 gestiegen

+
Die Kriminalitätslage im Märkischen Kreis.

Kierspe - Während im Märkischen Kreis die Zahl der Straftaten insgesamt gesunken ist, ist laut Polizei im Märkischen Kreis dagegen in Kierspe die Summe der Delikte größer geworden.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei bis zum Stichtag 31. Dezember 1124 Straftaten. Das sind 88 Delikte oder 8,49 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote stieg allerdings ebenfalls, auf nun 68,86 Prozent.

Straftaten gegen das Leben gab es in Kierspe wie schon im Vorjahr nicht zu verzeichnen. Auf Kreisebene zeigte sich allerdings eine steigende Tendenz: 13 Fälle gegenüber 8 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich lag bei 107,7 Prozent. Der Überschuss entsteht dadurch, dass Taten, die in den Jahren zuvor begangen wurden, erst 2017 aufgeklärt werden konnten.

Die Zahl der Sexualdelikte stieg im Kreis von 177 auf 236 Taten, eine Zunahme von 33,3 Prozent. In Kierspe war die prozentuale Zunahme mit 44,44 Prozent noch höher. Hier stieg die Zahl der Sexualdelikte von neun auf 13 Fälle. Darunter waren ein Fall von Vergewaltigung/schwerer sexueller Nötigung (2016: zwei), und sechs Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern (2016: 5).

Es gab in Kierspe acht Raubdelikte, fünf mehr als 2016. Darunter waren sechs Raubüberfälle auf Straßen, Wegen und Plätzen. Im Kreis ging die Zahl der Raubdelikte um 24 auf 198 Fälle zurück; ein Rückgang von 10,81 Prozent.

Die Zahl der Körperverletzungen stieg um 13,92 Prozent auf 90 Fälle, davon 23 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Im Kreis sank die Zahl der Körperverletzungen um 4,69 Prozent auf 2765.

In Kierspe gab es im vergangenen Jahr 23 Wohnungseinbruchsdiebstähle, sieben mehr als im Vorjahr. Insgesamt sank die Zahl der Diebstahlsdelikte aber deutlich um 22,26 Prozent auf 227 Fälle. Darunter waren drei Autodiebstähle (2016: vier), 16 Diebstähle aus einem Kfz (2016: 43) und sieben Fälle von Taschendiebstahl (2016: 8).

Während die Zahl der Rauschgiftdelikte kreisweit um 12,79 Prozent auf 1640 Fälle anstieg, war die Tendenz in Kierspe rückläufig. Hier wurden 48 Delikte verzeichnet, drei weniger als 2016.

Die Zahl der Sachbeschädigungen stieg in Kierspe um zehn Fälle auf 111. Im Kreis ging die Fallzahl von 3328 auf 3044 zurück.

Eine Zunahme gab es bei Vermögens- und Fälschungsdelikten. Hier gab es 2017 in Kierspe 499 Fälle, 105 mehr als 2016; eine Zunahme um 26,65 Prozent. Im Märkischen Kreis stieg die Anzahl der Delikte von 4155 auf 4574, ein Plus von 10,08 Prozent.

Von den kreisweit ermittelten 9879 Tatverdächtigen waren 76,9 Prozent männlich und 23,1 Prozent weiblich. 2328 waren unter 21 Jahre alt (2016: 2305), damit beträgt ihr Anteil an den Tatverdächtigen 23,6 Prozent.

Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen betrug 2722, im Vorjahr waren es 3254, ein Rückgang um 4,1 Prozent. Ihr Anteil an den Tatverdächtigen sank ebenfalls von 31,7 auf 27,5 Prozent.

Die Gesamtzahl der Mehrfachtatverdächtigen sank um 6,2 Prozent auf 348 Personen. Darunter waren vier Kinder zwischen acht und 14 Jahren (2016: acht), 50 Jugendliche bis 18 Jahre (2016: 52) und 39 Heranwachsende bis 21 Jahre (2016: 37).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.