Anfrage im Ausschuss

Kerspe nur noch Wasserspeicher?

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Die nicht erreichbare Kerspe-Talsperre ist und bleibt Trinkwassertalsperre und verfügt auch nicht über die Funktion der Niedrigwasseraufhöhung.

Kierspe - Eine zweifellos ungewöhnliche Frage stellte in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung der Sachkundige Bürger der SPD, Dirk Backmann: „Ist die Kerspe-Talsperre keine Trinkwassertalsperre mehr?“

Sie werde nur noch genutzt, um die Wupper bei Wassertiefstand aufzufüllen, so habe er gehört. Dies rief bei anderen Mitgliedern des Gremiums spontan die Idee hervor: „Dann muss auch der Zaun weg!“ Bekanntlich ist die Talsperre eingezäunt, um vor einer wie auch immer gearteten Nutzung durch Menschen und das Wasser vor Verunreinigungen zu schützen.

Eine Antwort darauf konnte in der Satzung niemand geben, dafür aber Ilona Weyer, Pressesprecherin des Wupperverbandes: „Die Kerspe-Talsperre ist nach wie vor Trinkwassertalsperre!“ Daran habe sich nichts geändert. Sie habe auch nicht – im Gegensatz zu einigen anderen Talsperren des Wupperverbandes wie beispielsweise die Dhünn-Talsperre – die zweite Funktion der sogenannten Niedrigwasseraufhöhung.

Vermessung für Fahrbahnsanierung

Wenn also der Fluss Dhünn zu wenig Wasser führt, kann es durch die Talsperre „erhöht“, also aufgefüllt werden. Eine Antwort gab es auf eine andere Frage Backmanns: Warum die Straße von Mühlenschmidthausen nach Glietenberg vermessen worden sei, wollte der Sozialdemokrat wissen. Der Wupperverband, der auf Intervention der Stadt Kierspe von einer Schließung und einem Rückbau der Verbindungsstraße abgesehen hatte, werde die Fahrbahn, die einige Schlaglöcher habe, sanieren. „Die Vermessung wird wohl im Zusammenhang damit stehen“, so die Antwort von Verwaltungsseite.

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