Wuppertaler Wohnlandschaft am Wasser

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Pfingstrosen und Co. gehören zu den Lieblingspflanzen von Heinz Vogt in seinem rund 300 Quadratmeter großen Garten. Außerdem hat er zusammen mit seiner Frau Christel diverse Beerensorten. ▪

KIERSPE ▪ Heinz Vogt zieht seine Augenbraue ein Stück hoch. Der Mund ist leicht geöffnet. Er atmet tief ein. „Diese Luft. Einfach herrlich.“ Der 70-Jährige geht eine kleine Straße hoch.

Seit zehn Jahren verbringt der pensionierte Bäckermeister einen Großteil seiner Freizeit in Lambach. Als Camper – auf Dauer. Rund 300 Parzellen finden auf dem rund 166 000 Quadratmeter großen Campinggelände einen Platz.

„Kuh-Damm“. In großen weißen Lettern prangt der Name auf einem blauen Schild auf der rechten Seite. Vogt biegt ab. Geht durch ein kleines Gartentor hinein in sein „Paradies“, wie er sagt. Pfingstrosen, Veilchen, Johannisbeeren und viele andere Pflanzen stehen hier. Zusammen mit Frau Christel hat er ein 300 Quadratmeter großes Grundstück. Darauf steht ein Mobilheim – mit allem, was das Paar zum Leben braucht. „Wir haben immer hart gearbeitet. 42 Jahre Selbstständigkeit haben wir hinter uns“, erinnert sich Heinz Vogt. Als Bäckermeister arbeitete und lebte er in Wuppertal. Nachdem keines seiner Kinder den Betrieb übernehmen wollte, verkaufte das Paar das Haus und zog nach Unna. Wegen Lungenproblemen mieteten sie sich 2001 auf dem Camping- und Mobilheimplatz in Lambach ein. Hier ist das Paar angekommen. Hier wollen sie einen Großteil ihres Lebensabends verbringen. „Wegen der Luft, wegen der Umgebung, wegen der Leute“, fasst Heinz Vogt zusammen. Während er spricht, winkt ihm eine Frau zu. „Und, alles klar?“ Kurzer Smalltalk zwischen Hecken und Vordächern.

Ruth Dickamp gehört mit ihrem Mann Werner zu den ältesten Pächtern auf dem Platz. Seit 31 Jahren sind sie an der Lingesetalsperre – haben ein Grundstück mit Seeblick und Südhanglage. Viele positive Erinnerungen verbinden sie mit der Anlage. Dabei spielt auch die Jahreszeit keine Rolle. Während im Sommer lange Wanderungen und Schwimmen auf dem Programm stehen, nutzen sie den Herbst, um mit den Kinder zu basteln. „Früher“, erinnert sich Ruth Dickamp, „sind wir auf der zugefrorenen Talsperre mit Schlittschuhen gelaufen. Hier ist es zu jeder Jahreszeit einfach toll.“ Immer habe es Spaß gemacht. Damals habe es eine eingeschworene Gemeinschaft gegeben. Viele Wuppertaler, die am Wasser ihr Lager aufgeschlagen haben. „Die Wuppertaler haben hier immer noch die Überhand“, sagt Dickamp. ▪ mc

Weitere Infos: http://www.lambacher-hoehe.de

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