Wunschbaumaktion: Kinder erfüllen Kinderwünsche

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Giulia Roth, Jan Leon Howorka und Junia Haarbach haben Badezusätze hergestellt und diese in der Nachbarschaft verkauft, um mit dem Geld Patenschaften bei der Wunschbaum-Aktion übernehmen zu können.

Kierspe - Sie haben es auf der Schanhollenschule schon miterlebt, dann aber es zu ihrer eigenen Sache gemacht: Junia Haarbach, Jan Leon Howorka und Giulia Roth haben im vergangenen Jahr essbare Windlichter aus Zuckerwürfeln gebastelt, diese verkauft und mit dem Geld Patenschaften für die Wunschbaum-Aktion übernommen.

Das hat den drei Achtjährigen so viel Spaß gemacht, dass für die Kinder schon damals feststand: „Das machen wir wieder!“ Tatkräftige Unterstützung fanden sie dabei natürlich von den Eltern, zumal der Vater von Jan Leon ebenfalls Patenschaften für die Wünsche von Kindern übernommen hatte. Nachdem die Sache im vergangenen Jahr so gut gelaufen war, gingen Giulia, Junia und Jan Leon diesmal mit großem Optimismus zu Werke und holten sich im Rathaus gleich fünf Wunschkarten.

Unterwegs für Tasche, Rucksack und Spielzeug

Dies bedeutet, dass die drei jungen Paten fünf Kindern eine große Freude machen wollen. In diesem Jahr waren es drei Wünsche mit Lego und Playmobil, aber auch jeweils einen über einen Schulrucksack sowie eine Schultasche. Lagen im vergangenen Jahr die Kosten für die „zuckersüßen“ Teelichter bei 3 Euro – zudem wurde damals eine selbst gebastelte Weihnachtskarte für 1 Euro angeboten – , so mussten die Preise für die exklusiven Bastelarbeiten auf 5 Euro angehoben werden.

Schnell waren die 28 Geschenkpäckchen an den Haustüren verkauft.

Schließlich mussten für die fünf Patenschaften 100 Euro (fünf Wünsche bis zu 20 Euro) zusammenkommen. Und ob es eine Schultasche oder -rucksack für 20 Euro gibt, bezweifelten die Eltern ebenfalls. „Aber wenn sich die Kinder das wünschen, dann brauchen sie die Dinge auch!“

Also begaben sich Jan Leon, Junia und Giulia sozusagen in die Chemieküche, nachdem sie sich zuvor Speisestärke, Zitronensäure Kokosfett, Natron und ein wenig Parfümöl besorgt hatten. Aus diesen natürlich Sachen wurden dann Badebomben, Badesalz und Badepralinen hergestellt und in kleinen Gläsern oder Tüten verpackt.

Insgesamt 28 als Geschenk eingepackte Päckchen lagerten am vergangenen Freitag in einem Wäschekorb und mussten dann, um besser transportiert werden zu können, in Taschen verpackt werden. Denn bei Einbruch der Dunkelheit zog das Trio in Begleitung der Eltern los, um die Bade-Produkte an der Haustür zu verkaufen. Auch der einsetzende Schneefall konnte die jungen Verkäufer daran nicht hindern.

Sehr lange waren Giulia Roth, Jan Leon Howorka und Junia Haarbach sowie ihre Eltern nicht unterwegs. Die Nachbarn am Hammerkamp und am Volmehang sowie Berkesfeld warteten auf den Besuch der jungen Verkäufer, um sich mit Pralinen, Salzen und Bomben für das Baden einzudecken oder dies in wenigen Tagen als Geschenk zu nutzen. „Sollten die 28 Päckchen nicht ausreichen, um die Nachfrage in der Nachbarschaft zu decken, dann machen wir noch welche nach“, lassen die beiden Mädchen und der Junge sowie ihre Mütter erkennen, dass ihnen das Herstellen von Badezusätzen sehr viel Spaß gemacht. Und das Geld, das man dadurch einnimmt, wird für eine Wunschbaum-Patenschaft im nächsten Jahr verwendet. Denn dann werden Junia, Giulia und Jan Leon wieder basteln und verkaufen.

Projekt erfolgreich: Wunschbaum bestückt

Und natürlich einkaufen: Denn bis gestern Nachmittag besorgten sie die Lego-, Playmobil- und Schultaschen beziehungsweise Rucksack-Wünsche. Dann ging es gleich ins Rathaus, um die Geschenke abzugeben und an Weihnachten bei fünf Kindern für leuchtende Augen zu sorgen. So, wie es viele andere Kiersper bei dieser Aktion auch tun.

Fünf Geschenke haben sie eingekauft und gleich gestern im Rathaus abgegeben.

Wunschbaum-Aktion

Geschenke sind für Kinder bekanntlich das Schönste zu Weihnachten. Weil aber in manchen Familien das Geld dafür fehlt, haben deren Kinder die Möglichkeit, einen Wunsch im Wert von 20 Euro abzugeben. Bürgerinnen und Bürger, aber auch Vereine oder andere Institutionen können Paten für einen oder mehrere Wünsche werden. Sie holen sich den Wunschzettel im Rathaus ab und besorgen dann das Geschenk, das bis zum 18. Dezember im Rathaus abgegeben werden soll. Die Wunschzettel sind anonymisiert, enthalten nur das Alter – zwischen zwei und zwölf Jahren – und die Angabe, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt. Die Geschenke werden den Kindern aufgrund der Nummer des Wunschzettels zugeordnet. Daher ist es wichtig, das Geschenk mit der entsprechenden Nummer zu versehen. Die Abgabe der Geschenke im Rathaus kann bis zum 18. Dezember erfolgen – alle, die einen Wunschzettel ausgefüllt haben, können ihr Weihnachtsgeschenk ab dem 20. Dezember abholen. Dadurch werden wieder viele Kinderaugen zum Leuchten gebracht.

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