"Unser Dorf hat Zukunft": Silbermedaille und zwei Sonderpreise für Rönsahl

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Die Rönsahler Delegation mit Ortsbürgermeister Holger, Horst Becker und Karl-Friedrich Marcus an der Spitze nahmen in Salzkotten aus den Händen von Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen Esser (3. von rechts) die Silbermedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ entgegen.

Rönsahl - Für die Mitglieder der kleinen Abordnung, die am Sonntag mit Holger Scheel und Jürgen Marcus an der Spitze nach Salzkotten gefahren waren, war es ein ganz besonderer Tag: Von Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser nahmen sie die Silbermedaille des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ entgegen.

Goldmedaillen im Rahmen des NRW-Landeswettbewerbs erhielten Himmighausen (Stadt Nieheim) und Sögtrop (Stadt Schmallenberg). Außerdem übergab die Ministerin an zwölf weitere Dörfer aus Westfalen-Lippe die Auszeichnung in Silber; sieben Orte erhielten die Auszeichnung in Bronze, zusätzlich wurden 13 Sonderpreise vergeben.

Ministerin Heinen-Esser bedankte sich bei allen Gewinnerinnen und Gewinnern besonders für den ehrenamtlichen Einsatz zur Entwicklung der dörflichen Gemeinschaften: „Die teilnehmenden Dörfer haben eindrucksvoll gezeigt, dass Erfolg durch die Arbeit vieler möglich ist. Bürgerinnen und Bürger, die je nach Interesse in ganz unterschiedlichen Bereichen mitarbeiten. Im Wettbewerb können wir hohes bürgerschaftliches Engagement sehen.“

Silber zum zweiten Mal

Aus dem Landesteil Westfalen-Lippe hatten 290 Dörfer an den Kreiswettbewerben teilgenommen, davon qualifizierten sich 22 für den Landeswettbewerb. Sie bekamen neben Ehrentafeln und Urkunden auch Geldpreise überreicht: jeweils 1500 Euro für die Golddörfer, je 750 Euro für die Silber- und je 500 Euro für die Bronzedörfer.

Die Golddörfer werden zudem das Land Nordrhein-Westfalen im nächsten Jahr beim Bundeswettbewerb vertreten. Nach 2015 erhielt das schönste Dorf im Märkischen Kreis zum zweiten Mal die Silbermedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Orgelrestaurierung und Neubaugebiete

Es war die insgesamt sechste Teilnahme an dem Wettbewerb auf Landesebene. Voraussetzung dafür war der erste Platz auf Kreisebene. Um dies zu erreichen, waren viele Gespräche zwischen Bürgern, Politikern, Gewerbetreibenden und Vereinen geführt worden – im Mittelpunkt stand stets die Zukunft des Dorfes.

Die dabei geplanten Maßnahmen wurden umgesetzt – mit Erfolg, denn die Kommission, die im Juli Rönsahl besuchte, konnte überzeugt werden. Zu den Höhepunkten, die der Kommission präsentiert wurden, gehörten die durch eine Spendenaktion finanzierte Orgelrestaurierung, die Streuobstwiesen, Neubaugebiete im dörflichen Charakter, die Zusammenarbeit der Kindergärten, Feuerwehr, ein durchgrüntes Dorf, das Strandbad und historische Gebäude dazu. Dazu erhielt Rönsahl als einziges Dorf in Westfalen zwei Sonderpreise.

Neben dem für den Verein „Historische Brennerei“ – von der NRW-Stiftung im Bereich der Denkmalpflege für Erhaltung, Sanierung und Nutzung der ehemaligen Brennerei sowie der ehemaligen Hofanlage Haase vergeben – wurde vom Westfälisch-Lippischen Landfrauenverband das Engagement der Rönsahler Landfrauen gewürdigt.

Insbesondere die zahlreichen Aktionen wie zum Beispiel das Landfrauencafé bei verschiedenen Festen in Rönsahl, die Ferienspiele für Kinder zu naturnahen Themen, das Schmücken der Servatiuskirche beim Erntedankfest und die Mithilfe bei der Flüchtlingsbetreuung sind es, die zu der besonderen Auszeichnung führten.

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