Workshop Wildkräuterapotheke: Teilnehmer schildern Erfolge

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In gemütlicher Runde stellten die Teilnehmer des Workshops von Karola Wolff am Freitagnachmittag ihre Kräuter für eine natürliche Apotheke zusammen.

Kierspe - Gundermann gegen Ohrenschmerzen, Johanniskraut bei Verstauchungen, Frauenmantel bei Frauenkrankheiten oder eine Weidenrindentinktur als Aspirin-Ersatz: Nach drei Nachmittagen bei Karola Wolff aus Höhlen ist die Wildkräuterapotheke für den Ersteinsatz gut bestückt.

Sieben Fläschchen mit Tinkturen und Ölen, unzählige Tütchen mit Kräutermischungen und drei Tiegel mit Salben, das ist der Inhalt des kleinen Hilfesets der über zehn Teilnehmer des Workshops. An drei Terminen hatten sich die Teilnehmer getroffen, denn für die natürliche Apotheke bedurfte es Blätter, Blüten und Früchte aus drei Vegetationsperioden. Begonnen hatte der Workshop im Mai. Der Gundermann wuchs gerade prächtig, Löwenzahn blühte überall und für einen herzzstärkenden Tee wurden junge Weißdornblätter gesammelt. Als Hausaufgabe bekamen die Teilnehmer auf, die Weißdornblüten zu sammeln, zu denen im Herbst noch die Beeren hinzukommen sollten.

Gut gefüllt hatte sich die Wildkräuterapotheke der zehn Teilnehmer des diesjährigen Workshops, der über drei Nachmittage ging.

Auf einer großen Holztafel hatten die Teilnehmer die Beschwerden angegeben, gegen die sie gerne ein Naturheilmittel zusammenstellen wollten. Einschlafstörungen, Blasenentzündung, Blutdruck, Gelenkschmerzen und noch einige Beschwerden mehr waren auf der Tafel zu lesen. „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen“, war das Motto von Karola Wolff und so scheint es auch zu sein.

Fein geschnitten kommen die Kräuter in die Tinktur oder das Öl und müssen dann einige Zeit reifen.

Am letzten Nachmittag des Workshops am Freitag berichteten einige der Teilnehmer von den Erfolgen ihrer Cremes, Tees oder Tinkturen. Steffi Schumann hatte die Zaubertropfen angewandt. „Ich hatte Bauchschmerzen“, berichtete sie. „Nach einer halben Stunde waren sie weg.“ Diana Knet-Baumeister hatte ihre Wildkräuterapotheke bei ihrem Mann ausprobiert. „Er hatte Kopfschmerzen und ich gab ihm von der Weidenrindentinktur. Sie hat ihm sehr gut geholfen.“ Andrea Reichel schwört auf die Schafgarbensalbe. „Mir hilft sie gegen trockene Lippen“, gestand sie. Bei Melissa Huwahl kamen gleich mehrere Salben und Tinkturen zum Einsatz. So halfen ihr die Zaubertropfen beim Reinigen einer Wunde und die Schafgarbensalbe bei der Nachbehandlung. Oliver Ohlbrock hingegen schwört auf die Malvensalbe. Sie hilft ihm bei seinen Hautproblemen und das schon einige Jahre.

„Kräuterhexe“ wird Karola Wolff auch genannt. Doch der Name ist für sie kein Schimpfwort, sondern die liebevolle Bezeichnung einer Frau, die sich um die Heilkunde mit Pflanzen und um den Erhalt des Wissens unserer Vorfahren bemüht. 2007 hat sie sich zur Kräuterpädagogin ausbilden lassen und bietet neben Likören, Gelees, Tees und Cremes auch Workshops an. Einer dieser Kurse ist das Zusammenstellen einer Wildkräuterapotheke. Er findet im Sommer und Herbst stattfindet. Auch für das nächste Jahr hat Wolff Workshops geplant und die Nachfrage nach ihnen ist groß.

"Kräuterhexe"

Weitere Informationen zu Karola Wolffs Kursen und Angeboten gibt unter www.das-loewenzaehnchen.de.

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