"Im Bereich des Möglichen"

Ein Wolf in Rönsahls Wäldern?

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Ein europäischer Grauwolf, wie dieses Exemplar aus Niedersachsen, könnte auch durchaus mal durch das Volmetal streifen.

Rönsahl -  Ein Wolf in Rönsahl? Diese Meldung macht derzeit in dem Grenzdorf die Runde. Eine MZ-Leserin meldete sich in der Redaktion, sie habe beim Einkaufen davon gehört und sei verunsichert und besorgt, gab sie an. Doch woher kommt das Gerücht? Oder ist doch Wahrheit an der Geschichte vom Wolf in den Wäldern von Rönsahl?

Förster Uwe Treff kann auf MZ-Anfrage weiterhelfen: „Eine Rönsahlerin rief mich an und berichtete mir von ihren Beobachtungen.“ Demnach habe sie im Grenzgebiet Märkischer Kreis/Oberbergischer Kreis zwischen Rönsahl, Marienheide und Wipperfürth einen Wolf über eine Wiese laufen sehen, während sie im Auto saß. Ihre Schilderungen habe sie, so Treff, mehrmals glaubhaft wiederholen können. „Es ist im Bereich des Möglichen“, dass durch Rönsahler Wälder ein Wolf gestreift sei, formuliert Treff vorsichtig. Eine Bestätigung seinerseits sei das aber nicht, so der Revierförster aus Kierspe. Für eine offizielle Aussage müsse es schon etwas mehr sein. „Kot, Spuren oder ein Verriss“, so Treff weiter.

Die Frau hatte angegeben, dass sie sich schon länger mit Wölfen auseinandersetzt und das Tier habe identifizieren können. „Panisch und verängstigt war die Dame aber nicht – eher fasziniert“, so Treff. Panik und Angst seien nun ohnehin nicht angebracht, betont Treff. „Der Wolf ist sehr scheu, er meidet die Begegnung mit Menschen. Und bevor wir ihn erkennen, erkennt er uns und zieht sich zurück.“ 

Angesichts der möglichen Wolfssichtung im Bereich Rönsahl müsse nun niemand panisch werden. Jeder könne unbesorgt spazieren gehen und den Hund ausführen, betont Treff. Generell sei es ohnehin sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Wolfsrudel in dieser Region niederlässt. Ein Durchzug einzelner Tiere könne aber ab und an möglich sein.

Der Naturschutzbund beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Rückkehr des Wolfes. Auf der Internetseite werden einige Fragen beantwortet. Laut Experten gelte Nordrhein-Westfalen aber nicht als von Wölfen dauerhaft besiedeltes Bundesland.

Woran erkenne ich einen Wolf?

Wölfe und Hunde werden häufig miteinander verwechselt, da Hunde als direkte Wolfsnachfahren natürlich viele ähnliche Merkmale aufweisen. Besondere Merkmale des Wolfes sind sein heller Schnauzenbereich, seine kleinen, dreieckigen Ohren und ein dunkler Sattelfleck auf dem Rücken. Das Bauchfell ist eher hellbraun, auf dem Rücken etwas dunkler mit schwarz durchsetzt. Darüber hinaus hängt sein Schwanz fast immer herunter und hat eine dunkle Spitze. Wölfe haben eine auffällige Mähne im Winterfell, erscheinen aber im Sommerfell sehr hochbeinig und mager.

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich einem Wolf begegne?

Beobachten Sie das Tier ruhig. Wenn Sie sich unwohl fühlen, richten Sie sich auf und machen Sie sich groß. Lautes Rufen oder Klatschen kann den Wolf vertreiben. Ziehen Sie sich langsam zurück und melden Sie Ihre Beobachtungen an die zuständige Behörde im Landratsamt. (Quelle: Nabu, www.nabu.de)

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