Ehemaliges Restaurant wird zur Stätte der Begegnung

Dass sich die in der Waldheimat täglich betreuten älteren Bewohner im Saal des ehemaligen „Haus Petra“ sichtlich wohl fühlen, freut auch Wohnverbundsleiter Ralf Borchert (vorn links). Foto: Crummenerl

Rönsahl - Bereits vor einigen Monaten erfuhr die gastwirtschaftliche Ausrichtung des seit Jahrzehnten als Café und Restaurant geführten „Haus Petra – Rönsahler Stuben“ eine grundlegende Änderung. Nicht zuletzt bedingt durch den Tod ihres Ehegatten, entschloss sich die Eigentümerin dazu, das bekannte Ausflugslokal in seiner bisherigen Funktion zu schließen und eine neue Nutzungsmöglichkeit für die vorhandenen Räumlichkeiten zu suchen.

Von Rainer Crummenerl

Der geräumige und bislang für Familienfeiern wie auch diverse Zusammenkünfte von Vereinen und Institutionen genutzten Saal wird zukünftig als Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderungen genutzt. Dies gelang nach relativ kurzer Zeit durch den Abschluss eines längerfristigen Pachtvertrags mit dem Evangelischen Johanneswerk in Bielefeld, genauer gesagt mit dem Wohnverbund Waldheimat in Rönsahl. Dort war man schon länger auf der Suche nach geeigneten Möglichkeiten, um die Betreuungsarbeit für die dort lebenden Menschen, die mittlerweile zum größten Teil im Seniorenalter sind, auszuweiten und auch vom Raumangebot her auf eine breitere Basis als bislang zu stellen.

In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres wurde die vorgesehene Nutzungsänderung dann konkret. Mit der Einstellung des öffentlichen Gastwirtschaftsbetriebs ging die Umnutzung zu einer Begegnungs- und Betreuungsstätte für Menschen mit Behinderungen im Seniorenalter einher. Seitdem wird der ehemalige Saal des „Haus Petra“ werktäglich von montags bis freitags tagsüber für Zwecke der Seniorenarbeit im Wohnverbund Waldheimat genutzt. Am neuen Platz werden die Bewohner der Waldheimat, die so weit als möglich eigenständig im Dorf unterwegs sind, stundenweise betreut, dabei auch beköstigt und mit allerlei Unterhaltungsmöglichkeiten versorgt.

Das neue Konzept hat sich, wie Wohnbereichsleiter Ralf Borchert im Gespräch mit der MZ verlauten lässt, bestens bewährt und soll jetzt noch erweitert werden. Die Öffentlichkeit soll stärker als bisher mit ins Boot geholt werden. „Wir möchten erreichen, dass das ehemalige Restaurant zu einer echten Stätte der Begegnung wird zwischen unseren Bewohnern und der Bevölkerung von Dorf und Stadt“, sagt Bochert. Erstmals am Donnerstag, 17. Juli, und von da an regelmäßig an jedem Donnerstag sind alle Bürger eingeladen ins neuen Begegnungscafé. In der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr besteht bei kostenfrei spendiertem Kaffee und Kuchen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und dörfliche Gemeinschaft zu praktizieren. „Wenn sich das herumspricht und entsprechend bewährt, dann planen wir, dieses Angebot dauerhaft auf zwei Tage pro Woche auszuweiten“, so Borchert, der mit seinem Mitarbeiterteam des Wohnverbundes Waldheimat auf entsprechende Resonanz der Bürger hofft.

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