Wohnhaus nach Brand nicht mehr bewohnbar

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Im Obergeschoss des Hauses an der Pulverstraße war der Brand ausgebrochen. Mit viel Löschwasser gelang des den Freiwilligen der Feuerwehr die Flammen zu ersticken.

KIERSPE ▪ Aus noch nicht ganz geklärter Ursache kam es heute gegen 10.30 Uhr zu einem Wohnhausbrand an der Pulverstraße. In einem Wohn-Schlafraum im Obergeschoss des rund 200 Jahre alten Hauses brach ein Feuer aus, das von den Bewohnern frühzeitig entdeckt wurde.

Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass es keine Verletzten gab. Die Bewohner konnten, nachdem die Feuerwehr alarmiert war, das Haus verlassen. Innerhalb weniger Minuten waren die Freiwilligen der Löschzüge 1 und 2 vor Ort und begannen mit den Löscharbeiten. Da es sich abzeichnete, dass innerhalb kurzer Zeit nicht mehr genügend Atemschutzträger zur Verfügung stehen würden, wurde der Löschzug 4 zusätzlich alarmiert. Die Wehr musste große Mengen Löschwasser in das aufgeheizte Haus pumpen, um die Flammen zu ersticken. Das führte aber zu einem weiteren Problem: Da das alte Gebäude über Lehmzwischendecken verfügte, und die Gefahr bestand, dass diese aufgrund der Feuchtigkeit beim Betreten einbrechen könnten, entschied sich die Einsatzleitung, die Wehrleute aus dem Haus zu holen und alle weiteren Brandbekämpfungsmaßnahmen von außen vorzunehmen.

So kam auch die inzwischen aus Meinerzhagen herbeigeholte Drehleiter samt Besatzung zum Einsatz. Vom Korb an der Spitze der Leiter schob ein Wehrmann die Dachpfannen hoch, um einen zusätzlichen Rauchabzug zu schaffen.

Insgesamt war die Wehr gestern mit rund 70 Helfern und 14 Fahrzeugen zum Einsatzort gekommen. Außerdem waren etliche Polizeibeamte samt Wachleiter nach Kierspe gefahren, um den Einsatzort weiträumig für mehrere Stunden abzusperren.

Das DRK Kierspe war ebenfalls alarmiert worden, musste erfreulicherweise aber keine Verletzten versorgen. Um die Bewohner des Hauses kümmerten sich Mitarbeiter des Kiersper Ordnungsamtes.

Außerdem wurde ein Statiker bestellt, der die Stabilität des Gebäudes überprüfen sollte und damit auch erst den Weg für die Brandermittler der Kriminalpolizei freimachen konnte. Da diese Freigabe heute aber nicht erfolgen konnte, mussten sich die Spezialisten auf die Aussagen der Bewohner und der Wehrleute verlassen, nach denen ein technischer Defekt als Ursache des Brandes wahrscheinlich ist. ▪ Johannes Becker

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