Wohnhäuser statt Werkstätten in Rönsahl

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Das Grundstück des Johanneswerkes von der Kirchstraße aus gesehen. Vor dieser Straße würde dann ein Teil der Grundstücke, auf denen Einfamilienhäuser entstehen könnten, erschlossen werden.

Rönsahl - Ruhige Wohnlage mit ruhigen Nachbarn und das mitten im Dorf und trotzdem im Grünen. So könnte sich die Wohnsituation in Rönsahl dort, wo jetzt noch das alte Gebäude der Märkischen Werkstätten steht, darstellen.

Das es irgendwann einmal so kommen kann, dafür soll in der kommenden Woche der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung sorgen.

Eine ungenutzte Fläche mit Gebäude

Vor etwas mehr als einem Jahr zogen die Mitarbeiter der Märkischen Werkstätten samt ihrer Arbeitsplätze von Rönsahl nach Kierspe. Für sie ist der alte Standort mit all den Nachteilen eines alten Schulgebäudes Geschichte. Für die Stadt Kierspe ist das Gelände zwischen den Straßen Vor dem Isern und Kirchstraße vor allem eine ungenutzte Fläche mit einem Gebäude, das sich in seiner jetzigen Form kaum nutzen lässt. Allerdings befinden sich Grundstück und Haus im Besitz des Johanneswerkes, das dort die Märkischen Werkstätten betrieben hat.

Derzeit kein Interessent in Sicht

Dieses Werk versucht nun seit längerem Grundstück samt Immobilie zu veräußern. „Doch es ist wohl fast unmöglich, dafür einen Interessenten zu finden“, schätzt Rainer Schürmann, Leiter des Sachgebietes Bauverwaltung und Planung der Stadt. Und damit dürfte er den Kern getroffen haben. Denn letztlich hatte sich das Johanneswerk für den Neubau am Kiersperhagen entschieden, weil sich das alte Schulgebäude auf Dauer als ausgesprochen unpraktisch für eine Werkstatt erwiesen hatte. Doch ein neuer Mieter würde letztlich nichts anderes vorfinden, als eine Werkstatt – mittlerweile mit einem großen Hallenanbau im Norden.

Voraussetzung für Baugebiet schaffen

Nun möchte die Stadtverwaltung gerne eine Satzung nach Baugesetzbuch aufstellen, um die Voraussetzungen zu schaffen, dort ein Baugebiet zu entwickeln. Mit ihrer Zustimmung zu dieser Satzung sollen die Ausschussmitglieder den Weg in diese Richtung ermöglichen. Nach ersten Besprechungen und Überlegungen sehen die Vorplanungen nun eine Einfamilienhausbebauung vor.

Grundstücke von 550 bis 825 Quadratmeter

Nach ersten Planungen könnten dort elf Gebäude entstehen, die auf 550 bis 825 Quadratmeter großen Grundstücken stehen würden.

Keine neue Straße zur Erschließung

Bereits jetzt, wo das alte Gebäude der Märkischen Werkstätten noch steht, lässt sich erahnen, in welch ruhiger und grüner Umgebung das neue Baugebiet entstehen würde.

Da die Grundstückspreise bereits durch die Abrisskosten belastet werden, möchte die Stadt keine weitere Straße zur Erschließung bauen, um die Kosten nicht weiter in die Höhe zu treiben. Schürmann: „Das würde dann bedeuten, dass die Gebäude in zwei Reihen zwischen den vorhandenen Straßen errichtet werden.“ Die Bebauung würde aufgrund des ansteigenden Geländes auf verschiedenen Niveaus erfolgen.

Johanneswerk ist am Zug

Wann es letztlich zu einer Bautätigkeit kommt, hängt von Johanneswerk ab. Denn bevor dort die Maurer kommen können, müsste das Werk erst einmal die Abrissbagger bestellen, um Vorbereitungen für den Bau zu treffen. Denkbar ist auch, dass ein Investor die gesamte Fläche kauft, den Abriss der Bestandsimmobilie übernimmt und auf dem Gelände eine Siedlung entwickelt.

"Wir würen gerne verkaufen"

„Wir würden das Objekt gerne verkaufen und uns freuen, wenn dort Einfamilienhäuser entstehen könnten“, teilt der Chef der Immobilienabteilung beim Johanneswerk, Dieter Türling,der Meinerzhagener Zeitung auf Anfrage mit. Derzeit sei man dabei, die Abrisskosten zu ermitteln. Außerdem suche man einen Partner, der die Vermarktung des Grundstückes und den Verkauf der Parzellen übernehme.

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