Schwierige Suche nach geeignetem WG-Grundstück

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Ralf Ullrich (links) ist der Geschäftsinhaber von Rat und Tat.

Kierspe - Schon bald soll in Kierspe eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke entstehen. Dafür zumindest sprachen sich vor zwei Wochen im Rahmen einer Seniorenbeiratssitzung unter anderem Bürgermeister Frank Emde und Ralf Ullrich, Geschäftsführer von Rat und Tat aus (wir berichteten).

Ein Grundstück zur Realisierung des Projektes hatte Ullrich zum damaligen Zeitpunkt bereits im Visier. Doch wie er gestern auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, droht diese Möglichkeit offensichtlich an der Finanzierung zu scheitern.

Mittendrin, nicht abgeschottet

„Wir haben gehofft, dass wir zusammenkommen. Aber bisher hat das nicht geklappt“, sagte Ullrich. Die Verhandlungen mit der Grundstückseigentümerin in Kierspe-Dorf dauerten aber noch an. „Bis zum Ende der Herbstferien warten wir jetzt noch. Dann läuft unsere selbst gesteckte Frist ab“, hofft Ullrich auf eine Einigung. Sollte das nicht klappen, geht die Suche weiter.

Laut Ullrich suche man ein zentrales Grundstück mit rund 1500 Quadratmetern. Bebaut oder unbebaut sei erstmal zweitrangig. Großen Wert lege man hingegen auf einen Quartiersbezug. „Die Wohngemeinschaft muss mittendrin entstehen – mit Nachbarn, Einkaufsmöglichkeiten und einer funktionierenden Verkehrsanbindung.“ Man wolle keinesfalls abgeschottet am Stadtrand oder „irgendwo im Wald“ angesiedelt werden.

Mit den Wohngemeinschaften für Demenzkranke soll die Lebensqualität der Erkrankten deutlich verbessert werden. Vorbild für das Modell in Kierspe ist beispielsweise die Stadt Gelsenkirchen. Dortige Wohngemeinschaften hatte sich Bürgermeister Frank Emde angesehen. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen 600 dieser Wohngemeinschaften. Sie stellen eine Alternative zum Heim dar und sollen sich an Menschen in allen Phasen der Demenz richten.

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