SPD bezieht Stellung zu Perspektiven für Rönsahl

+
Jörg Hentschel, Marc Voswinkel und Tobias Voswinkel (von links) erläutern die Position der SPD zu Rönsahl.

Kierspe - Marc Voswinkel möchte nicht nur seinen Sitz im Rat verteidigen, sondern auch Ortsbürgermeister in Rönsahl werden. In einem Gespräch mit der MZ stellte er klar, was er sich für die Zukunft des Grenzdorfes vorstellt. Unterstützt wurde er dabei von dem Bürgermeisterkandidaten Jörg Hentschel und Tobias Voswinkel, der sich ebenfalls in Rönsahl um ein Ratsmandat bewirbt.

Von Johannes Becker

Wichtig ist den Kiersper Sozialdemokraten vor allem die Planung eines neuen Wohngebietes zwischen den Straßen Kerspeweg und Vor dem Isern. Gemeinsam mit der UWG hat die SPD-Fraktion vor einiger Zeit einen entsprechenden Antrag eingebracht. „Gegen die anfänglichen Widerstände der CDU“, wie Voswinkel betont. Er sieht zu einer Bebauung des Geländes keine Alternative: „Ein weiteres kontrolliertes Wachstum wird gerade in den kommenden Jahren für Rönsahl wichtig. Nur mit einer solchen Maßnahme kann einem Bevölkerungsschwund durch den demografischen Wandel vorgebeugt werden. Nur mit der Ansiedlung junger Familien ist es auch möglich, die vorhandene Infrastruktur wie Grundschule, Kindergärten und Einzelhandel zu sichern.“ Wichtig ist Voswinkel aber auch, dass trotz der Neubebauung der dörfliche Charakter nicht verloren gehen dürfe.

Doch Wohnraum ohne Arbeitsplätze vereinbart sich auch für die SPD-Mitglieder nicht, deshalb begrüßt Tobias Voswinkel die Planung zur Ausweitung des Gewerbegebietes „Meienborn“: „Arbeitsplätze bedeuten finanzielle Sicherheit für Familien, Kaufkraft für die Rönsahler Einzelhändler und darüber hinaus eine Attraktivitätssteigerung des Dorfes.“

Marc Voswinkel, der außer den Jahren seines Studiums in Dortmund sein Leben in Rönsahl verbracht hat, betont die Bedeutung des Ehrenamtes und der Vereine für seinen Heimatort: „Viele Vereine tragen zu einem gelungenen Miteinander bei. Wichtig ist aber, dass sich auch in den kommenden Jahren Menschen finden, die Verantwortung in den Vereinen übernehmen und als Ideengeber fungieren.“

Jörg Hentschel sprach bei dem Ortstermin in Rönsahl auch die Verkehrssituation im Grenzdorf an. „Durch die Südumgehung in Meinerzhagen konnte bereits viel Schwerlastverkehr aus Rönsahl verbannt werden. Doch die Hauptstraße in Rönsahl, die auch Bundesstraße ist, bleibt ein Problemfeld. Inwieweit weitere Maßnahmen möglich und durchsetzbar sind, muss die Zukunft zeigen.“ Hentschel betont aber, dass das Problem ein fortwährendes Thema für die SPD bleiben werde. Gleiches gelte auch für die Gefahrenpunkte in Wohnstraßen. „Diese Gefahrenstellen müssen beseitigt werden, bevor Schlimmeres passiert. Die Aufstellung von Spiegeln und eine bessere Ausschilderung können dabei den Anfang machen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare