Es läuft: Rönsahler Brauer sehr zufrieden mit Entwicklung

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Marcel Faulenbach (rechts) und Tim Feldmann sind mit der Entwicklung ihrer Brauerei sehr zufrieden. Ab der kommenden Woche soll auch das neue Winterbier für weiteren Umsatz sorgen.

Kierspe - Fast zehn Monate ist es her, dass Marcel Faulenbach und Tim Feldmann die Brauerei in Rönsahl übernommen haben. Rückblickend sind die beiden mit dem Erreichten sehr zufrieden und schauen optimistisch in die Zukunft.

Rund 1000 Hektoliter wollen die beiden im Jahr brauen, so steht es im Businessplan – und auf dem Weg sind die beiden Jungunternehmer auch. „In diesem Jahr werden es wohl 750 Hektoliter werden, aber im nächsten sicher schon deutlich mehr“, sagt Brauer Marcel Faulenbach im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung. Mit Stolz sagt er aber auch, dass er mit seinem Geschäftspartner Tim Feldmann mit dem erwarteten diesjährigen Ergebnis rund vier Mal so viel Bier gebraut wurde als noch im Jahr 2017. Wobei die Brauerei damals im Nebenbetrieb geführt wurde.

Damit auch all das Bier, das zusätzlich aus den Gärtanks kommt, den Weg in durstige Kehlen findet, haben die beiden Jungunternehmer den Vertrieb deutlich ausgebaut. Vor allem der Einzelhandel in der Umgebung nimmt das Bier gerne ins Sortiment, denn regionale Produkte sind gefragt. Geholfen hat dabei auch, dass Faulenbach und Feldmann nicht nur – wie ihr Vorgänger – das eigene Produkt in Fässer und den Zwei-Liter-Siphons abfüllen, sondern auch in 0,75-Liter-Flaschen. Faulenbach: „Dadurch ist es beispielsweise einem Supermarkt, mit dem wir zusammenarbeiten, möglich, unser Landbier auch in Präsentkörbe zu packen, dass wäre mit der Zwei-Liter-Flasche kaum denkbar gewesen. Insgesamt sind es mittlerweile 14 Märkte, die das Rönsahler Landbier vertreiben. Allerdings fehlen noch Verkaufsstellen in Meinerzhagen – und auch in Kierspe, wobei Rönsahl ausgenommen wird, dort gibt es das Produkt gleich an mehreren Abgabestellen und natürlich in der Brauerei selbst.

In dem Dorf fest verankert zu sein, ist den beiden auch jenseits der Verkaufsstellen wichtig. „Wir möchten, dass die Menschen uns als einen festen Bestandteils ihres Heimatortes sehen“, formuliert es Faulenbach. Zur Erreichung dieses Ziels tun die beiden einiges. So sind sie Hauptsponsor der ersten Mannschaft des TSV Rönsahl – und auch mit ihrem Bier bei deren Spielen vertreten. „Dort können wir natürlich nichts mit unseren üblichen Flaschen anfangen“, sagt Faulenbach. Deshalb füllen die beiden exklusiv für die Spiele auch 0,33-Liter-Flaschen ab. Rechnen tut sich das nicht, aber Faulenbach und Feldmann möchten auf jeden Fall verhindern, dass dort ein anderes Bier als ihres verkauft wird.

In einer nicht ganz so nahen Zukunft möchten die beiden aber generell ihr Sortiment erweitern und Flaschen mit weniger Inhalt anbieten. Faulenbach: „Doch das funktioniert nur mit einer halbautomatischen Flaschenabfüllung. Doch bevor wir eine solche Investition tätigen können, müssen wir noch etliche Liter Bier brauen. Doch auch außerhalb des Sportplatzes setzen die Unternehmer auf den Heimatort. So wird es wohl vier Verkaufsstellen auf dem Rönsahler Weihnachtsmarkt geben, an denen das Bier aus der eigenen Brauerei aus dem Zapfhahn läuft.

Zu diesem Engagement im eigenen Ort gehören auch die Brauereiführungen, die sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. Mittlerweile werden zwei bis fünf Gruppen im Monat durch die Brauerei geführt. Zwischen sieben und 30 Besucher gehören dann meist zu den Gruppen, die sich aufmachen, den Betrieb hautnah zu erleben. Ab der kommenden Woche können diese Besucher, aber auch die Kunden im Handel das stärker gehopfte Winterbier trinken, das nicht nur einen höheren Alkoholgehalt (5,6 Prozent) hat, sondern auch stärker nach Malz schmeckt.

Für die Zukunft hoffen die beiden Brauereibesitzer auf neue Handelspartner, aber auch auch weitere Partner in der Gastronomie. Derzeit gibt es nur ein einziges Lokal in Derschlag, in dem das Rönsahler Landbier auf der Karte steht. Und das auch nur noch relativ kurze Zeit, denn die Betreiber wollen ihr Lokal aus Altersgründen bald schließen.

Oktoberfest an der Brennerei

Nachdem das Brauereifest Ende Mai ein voller Erfolg für die beiden Jungunternehmer Marcel Faulenbach und Tim Feldmann war, findet am kommenden Samstag, 20. Oktober, ein Oktoberfest in der Historischen Brennerei in Rönsahl statt. Los geht es an diesem Tag um 19 Uhr. Damit die rund 200 bis 250 Gäste, mit denen gerechnet wird, auch Platz finden, wird ein zusätzliches Zelt aufgebaut. Neben dem Rönsahler Landbier gibt es auch typisch bayerische Musik, gespielt von der Band Stockbrot aus Bergneustadt. Die Besucher müssen während der Veranstaltung auch nicht hungrig bleiben. Angeboten werden an diesem Abend Leberkäse, Spießbraten und Bratwurst. Im Vorverkauf werden die Karten noch bis Samstagmittag zum Preis von 5 Euro angeboten, an der Abendkasse kosten die Tickets 7 Euro. Vorverkaufsstellen: Rönsahler Brauerei, Reginas Laden in Rönsahl, Bft Tankstelle Rönsahl, Obst und Gemüse Rauin in Marienheide, Baustoffe Karl Zimmermann im Ohl.

Führungen durch die Brauerei

Brauereiführungen sind nach Absprache mit Marcel Faulenbach und Tim Feldmann möglich. Dabei kostet der Besuch pauschal 70 Euro bis zu einer Gruppengröße von sieben Besuchern. Ist die Gruppe größer, zahlt jeder Besucher 10 Euro. Darin enthalten sind neben der Führung auch drei Gläser Bier. Wer dazu eine Brotzeitplatte genießen möchte, zahlt noch einmal 10 Euro. Aber auch Besucher, die nur ein Bier oder mehrere kaufen möchten, sind an der Brauerei gerne gesehen. Grundsätzlich ist das immer möglich, wenn die Unternehmer im Gebäude sind. Aber es gibt auch Zeiten, an denen garantiert geöffnet ist: freitags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr.

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