Die Region attraktiv machen und Fachkräfte anwerben

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Susanne Neumann vom Büro Neuland+ kanalisierte die Ideen der Teilnehmer.

Kierspe - Zahlreiche Themen, aus denen sich Projektideen formulieren lassen, um Geld aus dem EU-Leader Programm (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale) zu bekommen, wurde gestern von Wirtschaftsfachleuten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Kiersper Rathaus gesammelt.

Von Johannes Becker

Mit dem EU-Förderprogramm Leader (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale) soll der ländliche Raum gestärkt werden, allerdings nur in Projektform. Um möglichst an Geld aus diesem Programm zu kommen, haben sich die vier Volmetal-Kommunen Kierspe, Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle zusammengeschlossen, um Projekte zu entwickeln, mit denen man sich gemeinsam bewerben möchte. Am Montag tagte dazu die Projektgruppe Wirtschaft im Kiersper Rathaus.

Susanne Neumann vom Projektbüro Neuland+ hatte auch bei dieser Gruppe die Moderation übernommen und auch die Richtung vorgegeben, wenn die Einwürfe der Beteiligten zu weit vom Thema wegführten. Doch allzu oft waren diese Eingriffe nicht notwendig. Neumann: „Wir hatten ein gutes Treffen und dabei auch Schwerpunkte herausarbeiten können, zu denen nun Projektideen entwickelt werden müssen.“

Insgesamt 20 Fachleute aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft waren gestern nach Kierspe gekommen, um zu klären, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht, welche Projekte bereits existieren und welche Ziele sich mit einer Bewerbung verfolgen lassen.

Während der mehr als zweistündigen Sitzung war schnell klar, dass die Anwerbung und Sicherung von Fachkräften ein entscheidendes Thema ist. „Dazu gehören die Standortattraktivität aber auch die Mobilität“, so Neumann. Ein weiteres Thema war die Stärkung des Einzelhandels, wobei sich die Teilnehmer einig waren, dass das Rad nicht zurückzudrehen sei. Doch es sei nachdenkenswert, ob man nicht mit einem regionalen Online-Handel gegenhalten könne.

Als wichtig wurde auch die Gesundheitswirtschaft erachtet, dort wurde über ein Netzwerk der Dienstleistungsanbieter nachgedacht.

„Als wichtig wurde von den Teilnehmern auch die Existenzgründung beschrieben. Dabei ging es um Wege der Unterstützung von Neugründungen. Diskutiert haben wir dort auch über ein Gründerzentrum. Wobei der Fokus ganz klar auf der Kreativwirtschaft liegen sollte, auch als Folge aus dem Regionale-Projekt“, erklärte Neumann. So gebe es bereits konkrete Überlegungen von jungen Gründern, in diesem Bereich tätig zu werden. Diese können nun ihre Projektideen konkret entwickeln und dem Büro Neuland+ zur Verfügung stellen. Neumann: „Das muss allerdings bis spätestens Mitte Januar geschehen, weil die Bewerbungsfrist bereits am 16. Februar endet.“

Weitere Informationen zu dem Programm Leader und auch die Möglichkeit zur Einreichung von Projektideen finden sich auf der Homepage „oben-an-der-volme.de“, dort gibt es die Verlinkung „Auf dem Weg zur Leader-Region“.

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