Rönsahler Autoliebhaber pflegt sein "Schätzchen"

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Regelmäßig führt Willi Watzin, der stolze Besitzer eines 33 Jahre alter Ford Granada 2.8 i Ghia, Wartung am Motor und an der Karosserie durch. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Fahrzeug ihn nicht im Stich lässt.

Kierspe - Sein „Schatz“ ist natürlich Ehefrau Gisela, sein erklärtes „Schätzchen“ allerdings der inzwischen bereits 33 Jahre alter Ford Granada 2.8 i „Ghia“, den sein Besitzer Willi Watzin für kein Geld der Welt hergeben würde.

„Wir sind mittlerweile zusammen alt geworden, und wenn es nach mir geht, dann soll das auch noch möglichst lange so weitergehen, so lange eben, wie der Tüv mitspielt“, sagt der seit mehreren Jahren im Rentenalter angekommene Kraftfahrzeugbesitzer aus Rönsahl mit einem liebevollen Blick auf seinen noch im rotbraunen Originallack gehaltenen Ford. Der Wagen hat den Oldie-Fan in den langen Jahren praktisch noch nie im Stich gelassen hat. Auch die Reparaturkosten haben sich bisher im durchaus überschaubaren Rahmen bewegt, wie Watzin dazu anmerkt. 

Die Erstzulassung erfolgte am 19. September 1984. Willi Watzin erwarb „sein Schätzchen“ im Mai 1998 aus dritter Hand.

Mit einigem Stolz weist der Eigentümer auf die Kopie des ursprünglichen Kraftfahrzeugbriefes hin. Darin steht, dass das Fahrzeug am 19. September 1984 erstmals zugelassen wurde und von seinem jetzigen Fahrer am 25. Mai 1998, also vor jetzt fast 20 Jahren, aus dritter Hand erworben wurde. „Gemessen an den damaligen Standards, so Watzin, hatte der Ford bereits eine ganze Menge an technischen Raffinessen und vielen Extras aufzuweisen. „Auch das war es, was mich schon damals besonders fasziniert hat.“ Bei dem „Ghia“ handelt es sich um eine Sonderausführung mit Schiebedach, Klimaanlage, Bordcomputer, Sitzheizung, elektronischer Fensteröffnung und Sitzverstellung, Anhängerkupplung und Tempomat. „Alle diese Dinge funktionieren auch heute noch wie am ersten Tag“, freut sich der Autoliebhaber.

Stolze 33 Jahre hat der rotbraune Ford Granada „Ghia“ von Willi Watzin aus Rönsahl inzwischen „auf dem Buckel“.

Insgesamt 192 000 gefahrene Kilometer stehen auf dem Tacho des Granada, unter dessen Motorhaube ein 147 PS starker Sechszylinder-Einspritzmotor pocht und der eine Höchstgeschwindigkeit von 184 Kilometern pro Stunde hergibt. „Für mich reichen allerdings 150 km/h in der Spitze. Dann ist der Spritverbrauch mit 10,5 Litern am günstigsten“, ergänzt Watzin, der nicht vergisst zu erwähnen, dass sein „Schätzchen“ seit einiger Zeit den Kennzeichenzusatz „H“ (für historisches Fahrzeug“) in Anspruch nehmen darf. „Damit einhergeht ein kräftiges Einsparungspotenzial an Kfz-Steuer und Versicherung, „Ich kann mit dem Auto auch problemlos in Städte mit Umwelt-Zone fahren.“ 

Besondere Pflegemaßnahmen außer den regelmäßig anstehenden Wartungsarbeiten und dem Platz in der Garage beansprucht der Oldtimer nicht. Nahezu täglich ist Watzin mit seinem „Ghia“ irgendwo unterwegs. Bis vor Kurzem ging es jährlich einmal auf große Tour in die alte Heimat in der Oberpfalz zum Maibaum-Aufstellen mit den alten Freunden dort. „Das waren jedes Mal 520 Kilometer. Wenn es mir in den Sinn kommt und meine Gisela mitspielt, dann wiederholen wir das noch einmal“, lacht der Rönsahler Oldie-Narr Willi Watzin.

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