Wikipedia-Gruppe auf Entdeckungsreise in Kierspe

Peter Heins führte die Gäste durch das Museum und zeigte ihnen interessante Exponate.

Kierspe - Zu einem sogenannten Stammtisch treffen sich die Wikipedianer der Gruppe Sauerland und Bergisches Land alle zwei bis drei Monate. Dann sitzen sie nicht gemütlich an einem Tisch, sondern machen sich auf den Weg in die Orte, die zu ihrem Bezirk gehören. 15 Frauen und Männer dieser 50 Personen starken Gruppe besuchten am vergangenen Samstag Kierspe, einen Ort, der für sie am Rande ihres Bezirkes liegt.

Treffpunkt war für die Frauen und Männer das Bakelitmuseum, da dieses einzigartig in Deutschland ist und bei ihnen großes Interesse geweckt hatte. Peter Heins und Ulrich Finke, beide vom Heimatverein Kierspe, erwarteten die Gruppe. Gut hatten sich die beiden Experten auf den Besuch vorbereitet. Doch bevor sie zu Wort kamen, begrüßte die Wikipedianer erst einmal Bürgermeister Frank Emde und hatte als Gastgeschenk einen kleinen Eierbecher aus Bakelit zur Hand. „Ich freue mich, dass mit Ihrer freiwilligen und ehrenamtlichen Arbeit eine Wissensdatenbank aufgebaut wird, die für alle zugänglich ist und die ich selber schon oft genutzt habe“, so Emde. Er ging kurz auf die aktuelle Einwohnerzahl von Kierspe ein, die zum Stichtag 31. Dezember 2015 offiziell bei 16 265 liegt und erstmals seit einigen Jahren nicht rückläufig ist. Er sprach auch die Regionale an, in der sich die Städte des oberen Volmetales zusammen geschlossen haben.

Peter Heins und Ulrich Finke stellten sodann das Thema „Bakelit“ den Wikipedianern vor, wie es erfunden worden ist, wie es verarbeitet wird und was alles aus ihm hergestellt werden kann. Ein Film vertiefte dieses Thema noch. Bei der anschließenden Führung durch das Bakelitmuseum kamen die kuriosesten Gegenstände zum Vorschein. Mal war es ein Feuerwehrhelm aus Bakelit, mal eine kleine Wasserspritze oder auch einfach nur Telefone oder Radios. Nach diesem Spaziergang durch die Welt des Bakelits besichtigte die Gruppe weitere Sehenswürdigkeiten von Kierspe, wie die Margarethenkirche, das Fritz-Linde-Haus, die Servatiuskirche und die Historische Rönsahler Brennerei, in der auch der gemütlicher Ausklang stattfand.

Das Besuchen der Orte, die zum Bezirk gehören, dient den Wikipedianern nicht nur, um sich fortzubilden. „Wir knüpfen bei diesen Besuchen auch Kontakte zu den örtlichen Heimatpflegern oder der Stadtverwaltung. Wir stoßen so oft auf alte Schriften, an die wir sonst nicht gekommen wären“, hieß es seitens der Gruppe. Doch auch Ideen, was noch veröffentlicht werden kann, entstehen bei diesen Stammtischen. 50 Frauen und Männer stark ist die Gruppe der Wikipedianer für Sauerland und das Bergische Land. Für ein so großes Gebiet eine relativ kleine Gruppe. Sie verfassen nicht nur eigene Artikel, zu ihren Aufgaben gehört es auch, andere Artikel zu sichten und bei Bedarf zu korrigieren.

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