Wiederwahlen in Schüler- und Elternvertretung an GSK

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Schülersprecher Steffen Wieland und die Schulpflegschaftsvorsitzende Elke Keune-Meyer wurden wiedergewählt. Zusammen mit GSK-Leiter Johannes Heintges unterhielten sie sich über das Thema Mitwirkung an der Gesamtschule. -

KIERSPE ▪ Die Arbeit der Mitwirkungsgremien von Schülern und Eltern an der Gesamtschule soll forciert werden, wenn es nach der gerade für ein weiteres Jahr wiedergewählten Vorsitzenden der Schulpflegschaft, Elke Keune-Meyer, sowie Schülersprecher Steffen Wieland geht, der ebenfalls gerade von der Schülervertretung in seinem Amt bestätigt wurde.

Beide Gremien haben neben dem Lehrerkollegium eine große Bedeutung, was die Gestaltung des Schullebens an der mit rund 1450 Schülern und 110 Lehrern größten Schule im Märkischen Kreis angeht.

Elke Keune-Meyer (51) sieht die Gesamtschule als einen wichtigen Teil der Stadt Kierspe an, der ihr immer am Herzen gelegen habe. Sie war hier selbst Schülerin und ist gerne hingegangen. „Ich warf immer froh, wenn die Ferien vorbei waren“, sagt sie. 1977 ist sie mit der Fachoberschulreife abgegangen und hat an der Gertrud-Bäumer-Schule in Lüdenscheid die Ausbildung zur Erzieherin absolviert. In den letzten sieben Jahren hat sie im evangelischen Kindergarten Felderhof gearbeitet, der heute vom DRK geführt wird. Sie hat drei Kinder, einen 22-jährigen Jungen und zwei Mädchen, 21 und 16 Jahre alt.

Geleitet wird Keune-Meyer bei ihrem Engagement davon, sich für Kinder und Bildung einsetzen zu wollen, denn die Kinder seien die Zukunft. „Dafür müssen wir uns als Eltern stark machen“, erklärt sie, die bereits seit vier Jahren Pflegschaftsvorsitzende und seit zwölf Jahren Mitglied von Schulpflegschaft und Schulkonferenz ist. Sogar als Schülerin gehörte sie eine Zeit lang der Schulkonferenz an und folgte damit dem Beispiel ihres Vaters Alfred Keune, der sich auch sozial engagiert und im pädagogischen Ausschuss mitgewirkt hat.

Für die Schulkonferenz, die aus Lehrern, Schülern, Eltern, Verwaltung und Politikern besteht, hat sie die Idee, dass die Elternvertreter sich künftig immer bereits vorher treffen sollen, um die Themen vorzudiskutieren. Denn ich sehe uns als Team zusammen mit den anderen Pflegschaftsvertretern“, merkt Keune-Meyer an. Sie will nicht als Alleinkämpferin gelten.

Mitarbeiten will sie in Zukunft zudem daran, unter den Schülern Streitschlichterprogramme zu initiieren oder auch Nachhilfe von Schülern für Schüler. Wichtig wäre es außerdem, Raum für Silenzien zu schaffen, so dass sich die Mädchen und Jungen dorthin in Ruhe zurückziehen können. Eine andere Gruppe von Eltern arbeite gegenwärtig am Ausbau der Berufsorientierungsphase, so dass den Schülern das Berufsleben besser näher gebracht werden kann.

Auch Steffen Wieland (17) versucht durch neue Strukturen und Arbeitskreise innerhalb der Schülervertretung einerseits die Arbeit mehr aufzuteilen und andererseits so insgesamt mehr Mitwirkung zu erreichen. Die Schüler seien Mitglied im pädagogisch-didaktischen Ausschuss, in der Disziplinarkonferenz und suchten künftig auch verstärkt das Gespräch mit dem Mensaverein sowie dem Küchenteam, um die Möglichkeit zu nutzen, direkt Einfluss zu nehmen auf das Essensangebot. „Immerhin sind wir die Hauptkonsumenten“, unterstreicht Wieland. Dadurch soll die Kommunikation der Schülervertretung nach außen, vor allem auch in die anderen Mitwirkungsgremien optimiert werden. „Wir wollen uns künftig mehr mit den anderen Gruppen auseinandersetzen, so der Schülersprechner.

Ihm macht die Arbeit als Schülersprecher, die er bereits im zweiten Jahr ausübt, nachdem er vorher ein Jahr Stellvertreter war, großen Spaß. Er engagiere sich gerne politisch und helfe Mitschülern bei Anliegen, umreißt er, was diese Arbeit für ihn bedeutet. Steffen, der in die Fußstapfen seines Vaters Clemens und Großvaters Manfred Wieland, beides Kommunalpolitiker, tritt, geht derzeit in den zwölften Jahrgang der Gesamtschule und erlebte seine Grundschulzeit an der Bismarckschule.

Weitere Themen, die in diesem Schuljahr auf seiner Agenda stehen, sind das Problem der überfüllten Busse, die Defizite bei der Begabtenförderung seit einigen Jahren, eine Überprüfung des Handyverbotes und die Frage von SV-Partys in Zukunft. „Die Begabtenförderung muss verbessert werden, wenn es mit der Englisch-Plus-Gruppe auch positive Ansätze gibt“, führt er aus. Smartphones böten heute gute Möglichkeit der Internetrecherche, was genutzt werden könnte, wobei Steffen Wieland die Gründe, die einst zu dem Handyverbot geführt haben, nachvollziehen kann.

Schulleiter Johannes Heintges freut sich, dass weiterhin zwei so engagierte Personen an der Spitze der beiden Mitwirkungsgremien stehen und wünscht sich von ihnen wie von den anderen Mitgliedern dieser Gruppen eine kritische Haltung, offene und tabulose Gespräche sowie eine konstruktive Mitarbeit bei Problemen und der Suche nach Lösungen. Er hat daran aber wenig Zweifel, denn die Mitarbeit der an der weiterführenden Schule sei sehr gut und damit schon etwas Besonderes.

Gerne würde er den Austausch auch außerhalb der Gremien im Rahmen von regelmäßigen Treffen mehr pflegen und meint da Eltern wie Schüler. Im Schülerbereich kann er sich eine weitere Demokratisierung beispielsweise in Form von Klassenräten vorstellen. Damit verbindet der GSK-Leiter einen wichtigen Lerneffekt: „Schüler lernen Verantwortung und Demokratie, indem sie sie leben“. ▪ rh

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