Wesentliche Änderung tritt in Kraft

Neue Wege bei der Holzvermarktung

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Jörn Hevendehl, Leiter des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland, nahm mit musikalischer Begleitung durch den Bläserchor des Hegerings Halver die Begrüßung der Versammlungsteilnehmer in der Historischen Brennerei Rönsahl vor.

Kierspe - Der heutige 1. Juli ist ein wichtiges Datum für die privaten und kommunalen Waldbesitzer im Land, tritt doch eine wesentliche Änderung bei der Holzvermarktung in Kraft.

So übernimmt ab sofort die Forstwirtschaftliche Vereinigung Mark-Ruhr mit Sitz in Lüdenscheid den Holzverkauf für insgesamt 25 Forstbetriebsgemeinschaften aus dem Märkischen Kreis und dem südlichen Ruhrgebiet.

Ausgangspunkt der nun in Kraft getretenen Änderung ist die Tatsache, dass aufgrund kartellrechtlicher Bedenken die Landesregierung NRW im Jahr 2018 beschlossen hatte, die Holzvermarktung der privaten und und kommunalen Waldbesitzer durch die bisher damit betrauten Forstämter einzustellen, was in der Folge zu mancherlei Diskussionen geführt hatte. Letztendlich kam es dann aber doch zu dem allseits erhofften Konsens, der in der Gründung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Mark-Ruhr als starkem und zukunftsorientierten Partner der Forstwirtschaft mündete.

Zu der am Samstagvormittag in der Historischen Brennerei in Rönsahl anberaumten Auftaktveranstaltung zur Neuausrichtung der Forstwirtschaft konnte Jörn Hevendehl, Leiter des Regionalforstamtes Märkischer Kreis, neben zahlreichen Vorstandsmitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaften aus dem Märkischen Kreis und dem südlichen Ruhrgebiet auch mehrere Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik willkommen heißen. Dazu zählten der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, Dr. Rainer Joosten aus dem Forstministerium in Düsseldorf, sowie mehrere Fachbereichsleiter aus den verschiedenen mit der Holzvermarktung befassten Gremien, die mit auf den jeweiligen Bereich abgestimmten Fachvorträgen die Bedeutung des jetzt vollzogenen Schrittes unterstrichen und unter dem Motto „Wir sind eins“ zum gemeinsamen Blick in die Zukunft einluden.

So erfolgt der operative Holzverkauf durch das im Eigentum der Waldbesitzer befindliche gemeinsame Unternehmen WaldHolz Sauerland, an dem die FWV MarkRuhr Geschäftsanteile hält. Geschäftsführer Klaus Zocher blickte mit Sorge auf die nach wie vor akute Borkenkäferplage und den unter anderem dadurch bedingten starken Anfall von Käferholz. Dr. Rainer Joosten aus dem Forstministerium in Düsseldorf sprach die in der Neuausrichtung liegende Chance zum gemeinsamen Handeln der Waldbesitzer an und versprach: „Wir werden Sie nicht allein lassen.“

Dem schloss sich auch Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates und höchster Vertreter der deutschen Forstwirtschaft an und unterstrich dabei, wie unermesslich wichtig flächendeckender Erhalt des Waldes auch im Öko-Haushalt der Natur ist. Mit einem abschließenden Ausblick auf die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten, die der Wertstoff „Holz“ in Zukunft zu bieten haben wird, klang die Veranstaltung aus.

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