Vortrag in Kierspe: Der Wandel des Weihnachtsfestes

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Unter dem Thema „Früher war mehr Lametta“ geht es in der Werkstatt Geschichte um den Wandel des Weihnachsfestes.

Kierspe - Auf Einladung der Werkstatt Geschichte, einer Kooperation der Volkshochschule Volmetal und des Heimatvereins Kierspe, kommt Petra Dittmar, Volkskundlerin des Freilichtmuseums Lindlar des Landschaftsverbandes Rheinland, am Mittwoch, 28. November, um 19 Uhr ins Rathaus am Springerweg. Unter dem Thema „Früher war mehr Lametta“ wird sie gemeinsam mit Ortsheimatpfleger Ulrich Finke über den Wandel des Weihnachtsfestes in den vergangenen 150 Jahren berichten und dabei viele Bilder zeigen.

Das Weihnachtsfest entwickelte sich im genannten Zeitraum von einer religiösen Feier zum wichtigsten Familienfest des Jahres.

Das Bild von Weihnachten mit stimmungsvollen Erzählungen, Liedern und idyllischen Postkarten habe die Vorstellung einer bürgerlichen „deutschen“ Weihnacht geprägt, heißt es in der Ankündigung der Werkstatt Geschichte. Mit der Verlegung der familiären Feier vom Weihnachtsmorgen auf Heiligabend sei die Bescherung der Kinder in den Mittelpunkt gerückt.

Sie sei bis heute in vielen Familien in feste Rituale eingebunden, wie zum Beispiel das Schmücken des Baums, ein bestimmtes Essen oder das Vortragen von Liedern und Geschichten. Ab dem Jahr 1880 wurden in der heimischen Region in immer mehr Familien Weihnachtsbäume aufgestellt; gehen Dittmar und Finke natürlich auch auf diesen Brauch besonders ein. Zunächst sei der Baum mit essbarem Schmuck behängt worden, später dann mit glänzenden Weihnachtskugeln und Lametta, ist in der Ankündigung zu lesen.

Und ebenfalls: Die bürgerlichen Weihnachtsfeiern hätten im krassen Gegensatz zu denen der ärmeren Bevölkerungsschichten gestanden, denn letztere hätten sich weder prächtig geschmückte Stuben noch teure Geschenke leisten können. Der Eintritt zu dieser Vortragsveranstaltung am 28. November im Kiersper Rathaus ist, wie immer, kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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