Weniger Platz für dünne Aussagen

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Die Wahltafel auf der Wiese neben des alten Amtshauses soll entfernt werden.

KIERSPE - Ein letzter Fetzen der FDP wippt im Wind. Ansonsten ist die wenige Millimeter dünne Werbung von den Kiersper Parteien von der Wahltafel neben dem alten Amtshaus verschwunden. Bald soll auch die Wahltafel, auf der zuletzt für die Kommunalwahl die Plakate klebten, für immer entfernt werden.

„Die hat 5000 Euro gekostet. Das ist viel Geld – schade, dass die Tafel jetzt weg soll“, sagt Bürgermeister Frank Emde zu dem Wunsch aus den Reihen der Politik, die Tafel zu entfernen.

Damit werden künftig die Wahlinformationen nur noch an den Straßenlaternen der Stadt hängen. „Die ist auf 25 im Stadtgebiet und fünf zusätzlich in Rönsahl beschränkt“, erklärt Wolfgang Plate, Sachgebietsleiter Ordnung und Umwelt. Dabei können sich die Partei frei auswählen, wo die Plakate montiert werden. Einzig an den grünlackierten Laternenmasten an der Kölner Straße ist es nicht gestattet, Werbung aufzuhängen. Plate sagt, dass neben Plakaten auch Dreibeinständer um die Laternen herum aufgestellt werden könnten – dies habe beispielsweise die CDU im zurückliegenden Wahlkampf gemacht.

Temporär Wahltafeln aufzustellen, wie es Kierspes Nachbarstädte Meinerzhagen und Halver handhaben, käme für die Volmestadt nicht in Frage. „Dazu hapert es an richtigen Standorten“, äußert sich Wolfgang Plate. Der Stadt gehören keine Flächen in Bereichen, die an optimalen Standorten – also direkt an vielbefahrenen Straßen – lägen. Daher hätte die Stadt auf Privatflächen ausweichen müssen, die Besitzer hätten dies genehmigen müssen und hätten Miete nehmen können.

Im Stadtgebiet verschwindet mit der Tafel am alten Amtshaus die letzte ihrer Art. Vorher standen feste Stellwände an der Kreuzung Wildenkuhlen und am Weg zum Omnibusbahnhof. - mc

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