Pressesprecher der Feuerwehr irritiert ob der Einsatzlage

Bauhof pausenlos im Einsatz

Eisregen - Schnee - Kälte - Frost - Umgestürzte Bäume
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Auch dieser Baum hielt der schweren Eislast am Sonntag nicht mehr Stand und stürzte um, lag aber „nur“ auf dem Gehweg.

„Wir sind etwas irritiert, dass drumherum so viel passiert ist und hier fast nichts“, verdeutlicht Christian Schwanke, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe, dass es am Sonntag lediglich einen wetterbedingten Einsatz gab: Für einen Baum an der Bundesstraße 237 kurz vor Neuenhagen war die Eislast zu schwer, sodass er auf die Fahrbahn stürzte.

Kierspe - Die Feuerwehrleute, die am Sonntagmorgen um 6.14 Uhr alarmiert worden waren, zerkleinerten den Baum mit der Motorsäge und räumten ihn von der Bundesstraße, die dann schnell wieder frei befahrbar war. Dass es in Kierspe keine weiteren Einsätze gab, führt der Feuerwehr-Pressesprecher auf die Bürger zurück, die sich ganz offensichtlich an die Aufforderung gehalten hatten und Zuhause geblieben waren. Ebenso habe wohl das Fahrverbot für Lastwagen dazu beigetragen, dass es keine liegengebliebenen oder quer stehenden Lkw gab und die Straßen frei blieben.

Abgeschwächte Wetterfronten

Auf der anderen Seite sei aber auch Kierspe von den angekündigten starken Eis- und Schneeregen zumindest einigermaßen verschont geblieben. Ein Meteorologe habe einmal gesagt, dass die Kerspetalsperre beispielsweise dafür sorge, dass es in Kierspe weniger Gewitter gebe. Ein Blick aufs Wetterradar am Wochenende, so der Pressesprecher, habe gezeigt, dass sich die Wetterfronten geteilt und damit abgeschwächt hätten.

Gleichwohl gab es zwei weitere Einsätze für den Löschzug Stadtmitte am Samstag, die allerdings nichts mit dem Wetter zu tun hatten. Um 10.16 Uhr wurde die Wehr wegen einer Ölspur alarmiert, die am ZOB begann und sich über die Kölner- sowie Friedrich-Ebert-Straße bis hin zum Abzweig nach Berkenbaum am Handweiser zog.

Besonders in Kurven sei die Ölspur deutlich zu sehen gewesen – sie wurde mit Bindemitteln abgestreut und beseitigt. Dagegen war beim zweiten Einsatz am Samstag außer einer Kontrolle kein Eingreifen erforderlich: In einem Gebäudekomplex am Haunerbusch stecke eine Person in einem Aufzug fest, meldete gegen 14.52 Uhr die Kreisleitstelle. Die Einsatzkräfte der Wehr überprüften sämtliche Aufzüge, konnten jedoch keine Person finden, die in einem Aufzug feststeckte. Die Ursache, die zu dieser Alarmierung führte, blieb ungeklärt.

Die deutlichen Minustemperaturen hätten allerdings in einem Brandfall zu Problemen führen können. Wie Christian Schwanke erläuterte, würde das Löschwasser nicht nur zu einer Gefahrenstelle um ein brennendes Gebäude führen, sondern das Haus auch selbst belasten. Denn auch beispielsweise auf dem Dach oder an Wänden, wo es nicht brennt, würde das Löschwasser gefrieren und schwer werden. Was die angegriffene Statik eines Gebäudes zusätzlich beeinträchtigen würde.

Bauhof ganze Zeit im Einsatz

Deutlich mehr zu tun hatten am vergangenen Wochenende die Mitarbeiter des Bauhofs. „Sie waren die ganze Zeit im Einsatz“, sagt Birgit Eschrich, stellvertretende Bauhofleiterin. Jedoch halte sich alles in Grenzen, es sei eben „ein ganz normaler Winter“, an den sich vielleicht der eine oder andere wieder einmal gewöhnen müsse. Eine kleine Schwierigkeit gibt es aber doch: „Es ist zu wenig Schnee zum Schieben, aber zu viel für das Streusalz!“ Die großen Schneeschilde würden den Schnee kaum erfassen und das Salz nicht so wirken, wie man sich das normalerweise wünscht.

Zudem sorge, so die stellvertretende Bauhofleiterin, der leichte Schneegriesel dafür, dass man, wenn die Straßen in Kierspe einmal geräumt und gestreut sind, wieder von vorne anfangen kann. Es gebe zwar lange Einsatz- und Arbeitszeiten, doch keine anderweitigen Probleme, auch nicht bei der Streugutmischung. „Es hielt sich alles in Grenzen“, betont Eschrich noch einmal, dass es eigentlich ein ganz normaler Winter sei. Zudem weiß sie zu berichten, dass eine Kollegin, die früher in Kierspe gearbeitet hat, von ihren Erfahrungen nun profitiere. Denn sie arbeite nun in Ostwestfalen, wo deutlich mehr Schnee gefallen war.

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