Sport- und Jugendausschuss: Vorsitzender stellt die Sinnfrage

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Der Zustand der Laufbahn und der Pflegezustand des Stadions soll nach dem Wunsch von Carsten Möller in naher Zukunft wieder Thema im Ausschuss für Sport und Jugend sein.

Kierspe - „Aktuelle Themen/Themensammlung“ steht als Punkt auf der Tagesordnung des Ausschusses für Sport und Jugend, der am Dienstagabend im Rathaus stattfand.

Dahinter verbarg sich letztlich nichts anderes als eine Sinnfrage, die der Ausschussvorsitzende Ralf Erlhöfer (CDU) stellte: „Es liegen weder Anfragen noch Anträge vor. Was machen wir dann mit den Sitzungsterminen?“ Und eine Antwort schob er gleich nach: „Ich habe die vorletzte Sitzung ausfallen lassen – und für das kommende Jahr lediglich drei Sitzungen geplant.“

Armin Jung (FDP), der als stellvertretendes Mitglied seiner Fraktion teilnahm, wandte ein, dass man zwar für Sport und Jugend zuständig sei, meist jedoch nur über Sport spreche. Konkret nannte er als Themen das nicht mehr existierende Jugendparlament und weitere Angebote für diese Altersgruppe im Volme-Freizeitpark. Man sei mit dem Jugendzentrum im Kontakt, versicherte Erlhöfer, dass dieser Aufgabenbereich nicht vergessen werde. Oliver Knuf, Sachgebietsleiter Soziales bei der Stadtverwaltung, warf an dieser Stelle ein, dass bei der nächsten Sitzung Christian Schwanke vom Jugendzentrum einen Bericht über die aufsuchende Jugendarbeit, die es mittlerweile seit einem Jahr gebe, halten werde.

Doch damit wollten sich die Mitglieder nicht zufriedengenen. Uwe Treff (CDU): „Es sollte doch eigentlich genügend Jugendthemen geben.“ Eine Sicht, die Manuela Lellwitz (SPD) teilte: „Wir müssen uns Jugendthemen suchen. Denn wenn die Jugendlichen mit ihrer Stadt unzufrieden sind, dann bleiben sie als Erwachsene nicht hier. Da sind jetzt die Fraktionen gefragt – aber auch der Ausschussvorsitzende.“ Und ihr Parteifreund Carsten Möller wurde auch gleich konkret. So nannte er die Beschäftigung mit der Jugendarbeitslosigkeit als ein Thema. Das andere sah er im Zustand des Stadions. „Ich wäre dafür, dass der Ausschuss dort einmal einen Ortstermin macht. Dann kann die Verwaltung auch gleich sagen, was sie machen will und was nicht“, so Möller. Schon seit Jahren beschäftigt sich der SPD-Politiker mit dem Zustand der Sportstätte, vor allem mit der Laufbahn. Bereits beim nächsten Tagesordnungspunkt wurde deutlich, dass der Ausschuss wohl seine nächste Sitzung auf jeden Fall nicht im Rathaus beginnt, sondern mit einem Ortstermin. Das Stadion wird dann allerdings nicht der Treffpunkt sein, sondern die Vierfachalle. Denn im Gegensatz zum Stadion, bei dem man befürchtet im November (dem nächsten Sitzungstermin) aufgrund des Wetters keinen geeigneten Eindruck zu bekommen, kann man sich diesen von der Halle auf jeden Fall verschaffen.

Ursächlich für diese Ortswahl war letztlich der Besuch von Stefan Müller, dem stellvertretenden Schulleiter der Gesamtschule. Im Rahmen einer Sitzungsunterbrechung wurde ihm Redezeit eingeräumt, die er dazu nutzte, Kritik an Politik und Verwaltung zu üben – sowie auf die Situation hinzuweisen, mit der die Sportlehrer umgehen müssten. So zeigte er Befremden darüber, dass Politiker den Lehrern der Gesamtschule vorgeworfen hätten, nicht sorgfältig mit den Geräten in der Halle umzugehen. „Wenn sich Ausschussmitglieder so äußern, schadet das der Schule“, machte Müller klar.

Die Lehrer seien angehalten, nach jedem Sportunterricht die Umkleideräume und Toiletten zu kontrollieren. „Das machen wir auch, so gut es möglich ist. Doch letztlich reichen oft die fünf Minuten nach der letzten und vor der nächsten Stunde gerade, um den neuen Klassenraum zu erreichen. Trotzdem tun wir, was möglich ist. Doch wenn wir dann auf Mängel und Missstände hinweisen, passiert nichts oder es dauert sehr lange, bis etwas passiert“, so Müller.

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