Landwirte haben mit Trockenheit zu kämpfen

Rind der Rasse Gelbvieh
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Rinder finden momentan nicht viel Futter auf den Weiden

Kierspe -Die tiefer liegenden Wasserspeicher sind nach den starken Regenfällen im Februar und März zwar gut gefüllt, doch die Flachwurzler haben davon wenig und würden unter der nun schon Wochen andauernden Trockenheit sehr leiden.

Diese Einschätzung teilte Landwirt Reiner Grafe auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung mit. „Das Gras wächst nicht und die Nachfröste, die wir bislang hatten, verschärfen die Situation noch. Auch beim Sommergetreide ist kein Wachstum erkennbar“, sagt der Kiersper. Ganz gut sehe es derzeit aber noch beim Wintergetreide aus. Normalerweise würden die Landwirte in zwei Wochen den ersten Schnitt einfahren, um die Silos für die Winterfütterung zu füllen. Doch damit rechnet Grafe derzeit nicht: „Das wird sich wohl um zwei bis drei Wochen nach hinten verschieben.“ Ein Problem haben auch die Tiere, die bei diesem Wetter gut auf der Weide stehen könnten. Doch da sich dort auf vielen Flächen kein Futter findet, kann Grafe die Tiere nur auf ausgewählte Weiden stellen, die nahe des Waldrandes noch Feuchtigkeit bekommen haben und von den Frösten nicht so stark betroffen waren. „Da finden die Tiere noch was, aber längst nicht so viel, wie es eigentlich sein müsste“, so Grafe. In der kommenden Woche wird der Landwirt auch den Mais aussähen. „Diese Pflanze ist die Wärme gewöhnt und braucht nicht so viel Feuchtigkeit, wobei es natürlich nicht ganz trocken bleiben darf, sonst wächst da auch nichts.“ Doch auch unabhängig von einem Wetterbericht, der keine Niederschläge für die kommenden eineinhalb Wochen ankündigt, schaut Grafe nicht gerade optimistisch in die Zukunft. Noch seien die Milchpreise, die immer über mehrere Monate festgeschrieben seien, stabil. Doch er rechne mit einem Einbruch, da in der Gastronomie nichts verbraucht würde, wobei er auch sagt, dass der Verkauf von Frischmilch in den Supermärkten derzeit gut laufe. „Ganz schwierig ist es derzeit mit dem Fleischpreis. Da sind die Preise extrem in den Keller gegangen“, erzählt der Landwirt. So habe er vor kurzem ein weibliches Kalb nur verkaufen können, weil er noch 30 Euro zugezahlt habe.

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