Vorbereitungen laufen

Weltgebetstag aus Slowenien: Etwas Landeskunde gehört dazu

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Hefegebäck spielt eine große Rolle bei der slowenischen Kaffeetafel. In Rönsahl konnten die Frauen schon mal probieren.

Rönsahl - In allen Kirchengemeinden laufen zurzeit die Vorbereitungen für den Weltgebetstag am 1. März. Am Montag traf sich dazu ein Dutzend Frauen im Gemeindehaus in Rönsahl.

Der Weltgebetstag kommt in diesem Jahr aus Slowenien, einem Land, in dem viele Deutsche schon einmal waren. Die meisten durchqueren es auf der Durchreise Richtung Balkan, steuern es aber auch gezielt an zum Wandern oder um den einzigartigen Karst mit seinen Grotten und Höhlen zu erkunden.

In Slowenien erzählt man sich, Gott habe bei der Erschaffung der Welt diesen Landstrich zwischen Adria und Alpen für sich selbst reservieren wollen, aber nicht bedacht, dass die Slowenen noch nicht versorgt waren. Etwas Landeskunde gehört immer dazu bei der Weltgebetstagsliturgie.

Slowenische Kaffeetafel

Auch in Rönsahl erfuhr das Vorbereitungsteam viel über die Besonderheiten eines der kleinsten und jüngsten Mitglieder der Europäischen Union. Und weil zur gemeinsamen Feier jeweils Landestypisches auf den Tisch kommt, kursierten Rezepte zu Hochzeitskuchen und Walnussbrot.

In Rönsahl hat man sich diesmal entschieden die Feier auf den Nachmittag zu verlegen. Beginn ist um 15.30 Uhr mit einer slowenischen Kaffeetafel, um 16.30 Uhr beginnt der gemeinsame Gottesdienst, der, wie immer, ökumenisch ausgerichtet wird. Ein Dutzend Frauen aus der Katholischen und Evangelischen Gemeinde probten Lieder, lasen die Texte mit verteilten Rollen und organisierten die Feier.

Unter der Leitung von Christine Ahlhaus (rechts) bereiteten katholische und evangelische Frauen gemeinsam den Weltgebetstag in Rönsahl vor.

So schön die slowenische Landschaft auch sein mag – die Frauen dort haben die gleichen Probleme, die Frauen in den meisten Gegenden der Welt umtreiben: Benachteiligung, Gewalt, Diskriminierung von Minderheiten. Viele gehen auch heute noch ins Ausland, nicht aus Abenteuerlust, sondern weil sie in ihrer Heimat keine Arbeit oder Bildungsmöglichkeiten finden.

Dass Frauen und Mädchen überall in der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können, ist ein Hauptanliegen der Weltgebetstagsbewegung. Der ökumenische Aspekt spielt eine große Rolle bei diesem Frauengottesdienst, sowohl in Bezug auf die jeweiligen Länder als auch in Bezug auf die Gemeinden in Deutschland. Brigitte Potthoff vom Team der evangelischen Frauenhilfe nutzte deshalb die Gelegenheit und lud ihre katholischen Glaubensschwestern zu den Treffen der Frauenhilfe Rönsahl ein.

Die werden üblicherweise von den Seniorinnen der Gemeinde besucht, aber Brigitte Potthoff wollte das Spektrum auch altersmäßig erweitern. „Ihr müsst nicht warten, bis ihr älter seid“, warb sie, „ihr könnt sofort kommen.“

Weltgebetstag

Die Weltgebetstagsgottesdienste am Freitag, 1. März, finden zu folgenden Zeiten statt: Gemeindehaus an der Christuskirche um 15 und um 19 Uhr (vorbereitet von Frauen der Evangelischen, Katholischen und Freien evangelischen Gemeinde). Gemeindehaus der Servatiuskirche um 15.30 Uhr (vorbereitet von Frauen der Evangelischen Gemeinde und der Gemeinde St. Engelbert).

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