Weltbekannte Gesänge aus Taizé erklingen in St. Josef

Lisa, Teresa und Michael sind drei Jugendliche, die der Fokolar-Bewegung angehören. Sie erzählten den Firmlingen aus dem Volmetal, wie sie zu dieser Bewegung gekommen sind und was sie darin hält. ▪

KIERSPE ▪ In der Woche nach Ostern war der größte Teil der Firmlinge aus Kierspe, Meinerzhagen und Valbert in Taizé, einem Ort im französischen Burgund. Dort verbrachten sie die Tage in dem ökumenischen Jugendtreff mit Gleichaltrigen aus aller Welt, besuchten Gesprächskreise und Gottesdienste.

Das Besondere an diesen Gottesdiensten sind neben der ungewöhnlichen Sitzform auf dem Boden der Kirche ihre Lieder. Die Taizégesänge sind weltbekannt und werden in vielen Gemeinden gesungen. Am Sonntagabend trafen sich die Jugendlichen zu einer Taizéandacht. Dieses Treffen sollte nicht nur an die Erinnerungen des Taizéaufenthaltes erinnern, es gehörte ebenso zur Vorbereitung auf die am 25. Juni anstehende Firmung. Vorbereitet wurde diese Andacht von Pastor Ludwig Opahle aus Valbert und den Katechetinnen der Firmlinge. Die Kirche St. Josef war geschmückt mit vielen brennenden Teelichtern, ein orange-gelbes Tuch war um den Marienaltar gelegt und ein Plakat mit dem Taizékreuz war aufgestellt. „Laudate omnes gentes“, mit diesem Taizélied begannen die Jugendlichen und die Gemeinde die Taizéandacht. Vielfach wurde dieses Lied wiederholt, denn eine typische Grundform der Taizégesänge ist das lateinische „Ostinato“, die ständige Wiederholung eines musikalischen Themas. Gebete und Fürbitten, vorgetragen von den Firmlingen, ergänzten die Gesänge.

Neben der Taizéandacht gab es für die Firmlinge noch eine andere Einladung. Drei Jugendliche, Michael aus Recklinghausen, Teresa und Lisa aus Solingen, gehören der Fokolar-Bewegung an, einer christlichen Bewegung, die 1943 in Italien gegründet worden ist. Es ist eine Marienbewegung und in ihrer Spiritualität hebt sie in besonderer Weise die Bedeutung der Liebe zum Nächsten und Gott hervor.

Mit der Einladung dieser drei Jugendlichen wollten die Katechetinnen den hiesigen Jugendlichen zeigen, dass sie sich auch außerhalb von Vorbereitungstreffen auf die Firmung in der Kirche engagieren können. „Ich gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche“ berichtete Michael aus Recklinghausen über sich. „Das ist nicht für mich katholisch sein. Ich will mit meinem Leben etwas ganz Tolles anfangen und schaue danach, was mich glücklich macht. Deswegen engagiere ich mich.“ Er berichtete von Treffen mit Gleichaltrigen und von seinem Engagement in dem Netzwerk „Armut durch Wirtschaft beseitigen“. Zur Fokolar-Bewegung kam Michael durch seine Eltern, die dort schon lange aktiv waren. Teresa aus Solingen wurde auf diese Bewegung aufmerksam, weil sie in der Nähe eines der Zentren gewohnt hatte. Zusammen mit ihrer Freundin Lisa besuchte sie dort Veranstaltungen, fühlte sich wohl und blieb. „Ich gebe etwas von dem, was ich habe, und bekomme etwas zurück. So sehe ich mein Engagement in der Fokolar-Bewegung“, war zu vernehmen.

Wie weit die Firmlinge ein Engagement in ihrer Heimatgemeinde umsetzen können, dürfte neben ihrer Bereitschaft auch auf ihre Fantasie ankommen. Als Treffen unter Gleichaltrigen dürfte sich die KJG anbieten, die katholische junge Gemeinde. In ihr treffen sich Jugendliche, um gemeinsam etwas zu unternehmen, wie unter anderem am kommenden Wochenende in einem Pfingstzeltlager. ▪ GeG

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