Eine Gemeinde in einem Gottesdienst

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Auf reges Interesse stieß die Aussprache zu einer ins Auge gefassten Änderung der bisherigen Gottesdienstfolge.

Kierspe - Es gibt viel zu tun – packen wir’s an! Der Leitgedanke eines bekannten Werbespruchs aus der Wirtschaft stand – wenngleich unausgesprochen – über der im Gemeinderaum der Christuskirche stattgefundenen Gemeindeversammlung, zu der die Evangelische Kirchengemeinde Kierspe eingeladen hatte.

Erfreulicherweise, so Pfarrer George Freiwat als Koordinator des Abends, hatten sich abermals rund 40 engagierte Gemeindeglieder zu diesem bereits vierten seit November des vorigen Jahres in dieser Reihe angesagten Treffen zum gemeinsamen Gedankenaustausch eingefunden.

Dabei ging es vor allem um die Frage, ob – und wenn ja wie – es möglich sei, die gesamte Gemeinde, also die Gemeindeglieder aus beiden Kiersper Ortsteilen und den Randbezirken anstatt wie bisher üblich in zwei sonntags parallel in der Margarethen- wie in der Christuskirche stattfindenden Gottesdiensten künftig in einem gemeinsamen und daher in nur einer der beiden gleichrangigen Kirchen angesagten Gottesdienst zu vereinen.

Weniger grundsätzliche Fragen, so wie sich diese wohl spätestens dann stellen werden, wenn in einigen Jahren sowohl Pfarrer Reiner Fröhlich als auch sein Amtskollege Martin Spindler in den wohlverdienten Ruhestand gehen werden, sondern ganz pragmatische Überlegungen, die bereits in der Gegenwart greifen, zeigen, so der Tenor nicht nur dieses Abends, bereits jetzt entsprechenden Handlungsbedarf auf.

So sei einerseits die Zahl der Kirchgänger auch in Kierspe eher rückläufig, eine Tatsache, der man unter anderem mit zeitgemäßer Ausrichtung der Gottesdienste zu begegnen suche, ohne dabei von Alters her Vertrautes zu vernachlässigen. Zum Anderen, so die Erkenntnis auch dieses Abends, sei es Aufgabe der Kirche, Gemeinde zu sammeln und im christlichen Sinne zusammenzuführen. In diesem Sinne stand der Abend unter der Überschrift „Eine Gemeinde in einem Gottesdienst.“

Unter diesem Aspekt haben, so informierte Pastor Freiwat, in jüngster Zeit bereits diverse Besprechungen stattgefunden, in denen es um die Ausarbeitung von in die Zukunft weisenden Modellen für die Gottesdienstordnung gegangen war.

Die dabei erarbeiteten Vorschläge, künftig nur noch an Heiligabend zu zwei gleichzeitig sowohl in der Margarethen- als auch in der Christuskirche stattfindenden Gottesdiensten einzuladen, während alle anderen Gottesdienste an den üblichen Fest- und Feiertagen dann im festgelegten Rhythmus in jeweils einem der beiden Kirchengebäude beziehungsweise partiell in den bisher genutzten Gemeinderäumen stattfinden sollen, fanden nach ausgiebiger Diskussion die breite Zustimmung der Versammlung.

 Die neue Regelung könnte – vorbehaltlich des noch ausstehenden Votums der Presbyteriums – dann erstmals am Pfingstsonntag kommenden Jahres (9. Juni) in Kraft treten und wird der Gemeinde gegebenenfalls rechtzeitig zuvor bekannt gegeben. Mit der Bekanntgabe strukturell bedingter verschiedener personeller Veränderungen im Stab der ehrenamtlichen Gemeindemitarbeiter, gemeinsam gesungenen Liedern und der abschließenden Gebetsgemeinschaft klang der informative Abend aus. J cr

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