Budenstadt mit Live-Musik an der Margarethenkirche

Bei knackiger Kälte nutzten die Marktbesucher gerne die Gelegenheit, sich mit heißen Getränken wie Kakao oder Glühwein aufzuwärmen.

Kierspe -  Die Rahmenbedingungen für den Weihnachtsmarkt waren am Samstag nahezu perfekt: Das Wetter präsentierte sich trocken und knackig kalt. So fanden viele Kiersper den Weg zum „Weihnachtsmarkt der Sinne“ rund um die Margarethenkirche.

Von Gertrud Goldbach 

Auf einer kleinen Bühne spielte sich ein vielseitiges Programm ab, das beste Unterhaltung für Groß und Klein bot. Auch Bürgermeister Frank Emde und Pfarrer George Freiwat nutzten die Plattform, um den Markt offiziell zu eröffnen.

Heidi Ellebrecht und Annette Gräfe stimmten die Besucher mit weihnachtlichen Liedern auf den Advent ein und luden die Kleinsten zum Mitmachen auf die Bühne ein. Kurz darauf kam schon der Nikolaus den steilen Weg zum Kirchplatz hinauf, ächzend unter der schweren Last der Geschenke in seinem Jutesack. Nun enterten die Schüler der Musikschule die Bühne. Mit elektrischen Gitarren, Verstärkern und einem Schlagzeug gaben sie eine kleine Kostprobe ihres Könnens. Sie wurden von der Theatergruppe der Schanhollenschule abgelöst, die die Geschichte „Der kleine Stern“ aufführte.

Noch war es hell und die vielen Lichterketten, Schwedenfeuer und Holzfeuer kamen noch nicht so richtig zur Geltung. Dennoch glühten die kleinen Wärmequellen schon einmal vor und die Besucher konnten sich an ihnen wärmen. Die Jungen und Mädchen der Jungschar und des CVJM hatten Holz zum Anmachen gespalten und verkauften es bündelweise. Der Erlös kommt Kindern aus Aserbaidschan zu Gute. Sie hatten vorgearbeitet und Vorräte an Anzündholz angelegt. Bis diese verbraucht waren, saßen sie mit ihren Gästen um ein Lagerfeuer herum und buken Stockbrot.

Weihnachten der Sinne an der Margarethenkirche

40 Kilogramm echten Dresdner Christstollen und zehn Kilogramm Mohnstollen hatte Andrea Lebershausen von einem Bäcker aus Dresden geordert. Diese Köstlichkeiten bot sie schon zum dritten Mal im Hinterhof des Lutherhauses, nicht weit vom CVJM entfernt, an. Wer wollte, konnte die Stollen bei einer Tasse Kaffee probieren und sich Vorräte für Weihnachten mitnehmen.

Vom Hinterhof des Lutherhauses war es nur ein Katzensprung zum Angebot im Inneren des Lutherhauses. Dort fanden die Besucher eine lange Kuchentafel vor. Im Obergeschoss hatten sich der Eine-Welt-Laden und der Heimatverein eingerichtet. Es gab fair gehandelte Produkte oder selbst gestrickte Socken und Mützen. Während es im Lutherhaus wohlig warm war, weckte der Aufenthalt draußen die Lust auf einen wärmenden Kaffee, Kakao oder Glühwein. Schon bald drängelten sich die leicht verfrorenen Weihnachtsmarktbesucher um die Stände und genossen die heißen Getränke. Währenddessen erklangen aus einer alten, riesengroßen Jahrmarktsorgel Melodien aus alter Zeit. Auf dem „Weihnachtsmarkt der Sinne“ gab es vieles zu entdecken. Schafe drängten sich im Streichelzoo aneinander. Der Esel habe sich erfolgreich geweigert mit zum Weihnachtsmarkt zu kommen, berichteten die Besitzer des störrischen Zeitgenossen. Die Kinder konnten eine Runde mit der „Bimmelbahn“ drehen, Buden mit handgemachten Dekorationen für Weihnachten luden zum Stöbern ein.

Das musikalische Abendprogramm gestalteten Annette Gräfe und Wolfgang Schölzel, sowie die Band Foursome. Gegen 22 Uhr erloschen die Lichter auf dem Marktgelände dann nach und nach. Die Veranstalter konnten am Samstag eine positive Bilanz ziehen, der Markt wurde von den Kierspern gut angenommen. Auch am gestrigen Sonntag öffnete der Weihnachtsmarkt noch einmal seine Pforten und lockte Groß und Klein auf das Gelände an der Margarethenkirche.

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