Kiersper besuchen „Marché de Noël“

+
75 Liter Glühwein und 80 Stollen verkauften die Kiersper in Montigny. Auf diesem Foto (von links): Karin Makéreel, Sigrun Kuhns, Desiree Ackermann, Anette Ackermann und Harald Kredler.

Montigny/Kierspe - Ein wenig Bauchschmerzen hatte der eine oder andere Mitfahrer auf der Fahrt zum Weihnachtsmarkt in Kierspes Partnerstadt Montigny angesichts der jüngsten Ereignisse schon.

„Lange hatte unser Bürgermeister Michel Laugier darüber nachgedacht, ob er den Weihnachtsmarkt stattfinden lassen oder absagen sollte“, informierte Sylvie Bernuzeau aus Montigny die Kiersper.  „Schließlich aber entschloss er sich, den Weihnachtsmarkt mit verschärften Kontrollen zu genehmigen.“ So gab es weniger Eingänge in den Gebäudekomplex des Gutes du Manet und auch die Besucher mussten sich einer Kontrolle unterziehen.

Kiersper besuchen „Marché de Noël“

Das gab nicht nur den Kiersper Besuchern ein sichereres Gefühl und schon bald stellte sich das gewohnte Lebensgefühl unter den Gastgebernund den Gästen aus Kierspe, Denton in England und Wicklow in Irland ein. Die Kiersper Gruppe, die am Freitag schon zeitig in Montigny war, hatte bereits den Stand aufgebaut, der in einem kleinen Nebenraum lag, zusammen mit denen der Städtepartner Montignys aus Denton und Wicklow.

Nur fünf Liter Glühwein bleiben übrig

80 Liter Glühwein hatte Harald Kredler für das Wochenende besorgt, 40 große und 40 kleine Stollen sowie viel Kleingebäck. Bis auf fünf Liter Glühwein ist alles an die Frau und den Mann gebracht worden, so dass am Sonntag der Stand auf dem Weihnachtsmarkt geschlossen bleiben und sich die Kiersper selbst etwas umsehen konnten. Dort lief einiges anders als aus Deutschland gewohnt. Der Schwerpunkt des Marché de Noël waren Kunsthandwerker mit 73 Ständen und den Anbietern von Delikatessen aus ganz Frankreich mit 54 Ausstellern. Weihnachtsschmuck oder Glühwein und Gebäck gab es nicht – das war auch ein Grund, warum viele Franzosen die Kiersper besuchten.

Während in einzelnen Schichten die Kiersper ihren Verkaufsstand besetzten, nahmen die anderen die Möglichkeit wahr, sich den Weihnachtsmarkt in Ruhe anzusehen. Wer sogar den Nachmittag frei hatte, fuhr mit seiner Gastfamilie bis nach Paris oder schaute sich das Schloss in Versailles an. Dort, wo sonst vor den Eingängen viele Touristen stehen, gelangten die Kiersper zügig hindurch – auch eine Folge der Anschläge in Paris.

Für den Abend war ein gemeinsames Fest angesetzt. Georg Seidel brachte als Gastgeschenk der Kiersper ein Zehn-Liter-Fass Rönsahler Landbier mit, welches Bürgermeister Michel Laugier anschlagen durfte. Eine Gruppe des Städtepartnerschaftsvereins von Montigny hatte ein kleines Liedheft zusammengestellt, in welchem bekannte Weihnachtslieder auf Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch zu finden waren, die alle miteinander sangen.

Am Sonntag nahmen die Kiersper noch einmal die Gelegenheit wahr, sich mit Champagner, Käse oder Cassoulet, einem französischen Eintopf, einzudecken. „Es war wieder einmal ein schönes Wochenende in Montigny“, darin waren sich die Kiersper einig.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare