Weihnachtsmärkte Opfer des Coronavirus

Eine ganz andere Vorweihnachtszeit

Weihnachtsmarkt - Margarethenkirche - Kierspe
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In diesem Jahr werden Kiersper wie Rönsahler auf ihre tradionellen Weihnachtsmärkte und Adventsbasare verzichten müssen. Die Veranstaltungen im Schleiper Hammer, auf Belkenscheid sowie in Rönsahl und Kierspe wurden abgesagt.

Es ist eigentlich die Zeit, zum Treffen einzuladen und im Detail zu besprechen, welches Programm auf dem Weihnachtsmarkt rund um die Margarethenkirche aufgestellt und welche Angebote an den Buden sowie Ständen gemacht werden können. 

Doch der Weihnachtsmarkt wird, wie so vieles andere, ein Opfer des Coronavirus. „Das war schon früh absehbar“, erklärt Regina Semeraro von der Stadtverwaltung, die zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde diese Großveranstaltung in der Vergangenheit organisiert hat. Bereits Anfang September wurde der Weihnachtsmarkt abgesagt – mit der Hoffnung, dass er im kommenden Jahr wieder durchgeführt werden kann.

„Der Weihnachtsmarkt fällt unter die Verordnung zur Untersagung von Festveranstaltungen bis Ende dieses Jahres, die besagt, dass Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, zu verbieten sind.“ So lautet die klare Begründung für die Absage.

Und mal ganz ehrlich: Wer hätte tatsächlich Lust auf so einen Weihnachtsmarkt?

Regina Semeraro, Organisatorin des Weihnachtsmarkts

„Ausschlaggebend waren natürlich die Abstandsregeln und die Maskenpflicht am Stand“, erläutert Regina Semeraro, denn: „Wie soll jemand einen Glühwein trinken oder etwas essen mit Maske?“ Darüber hinaus hätte auch die Zugangssteuerung der Besucher zum Veranstaltungsort sowie die Sicherstellung zur Einhaltung des Mindestabstands die Veranstalter „vor große Probleme gestellt“. Eine Kontaktverfolgung wäre letztlich nach der Coronaschutz-Verordnung zwar nicht verpflichtend gewesen, doch die anderen Maßnahmen hätten durchgesetzt werden müssen. „Da wäre ein zusätzlicher Sicherheitsdienst notwendig gewesen“, betont die Organisatorin. „Und mal ganz ehrlich: Wer hätte tatsächlich Lust auf so einen Weihnachtsmarkt?“

Vergleichbares gilt auch für den traditionellen Weihnachtsmarkt in Rönsahl, der normalerweise eine Woche vorher, am ersten Adventswochenende, stattfindet. Auch diese Veranstaltung wurde bereits frühzeitig abgesagt.

Auch kein Adventsbasar

„Die Gesundheit unserer Besucher und Mitglieder liegt uns am Herzen. Wir wollen, dass Sie gesund bleiben“ heißt es auf der Homepage des Kiersper Heimatvereins, der darauf hinweist, dass nicht nur Bakelitmuseum und Fritz-Linde-Museum wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind. Auch im Schleiper Hammer werden derzeit keine Besucher empfangen. Das gilt auch für die kommenden beiden Monate, was – sehr zum Leidwesen des Heimatvereins – bedeutet: Es wird in diesem Jahr auch keinen Adventsbasar im Schleiper Hammer geben.

Wie soll jemand einen Glühwein trinken oder etwas essen mit Maske?

Regina Semeraro, Organisatorin des Weihnachtsmarkts

„Leider werden wir in diesem Jahr keinen klassischen Weihnachtsmarkt veranstalten können“, sagt Lisa Gelzhäuser und meint damit die Veranstaltung auf dem Hof in Belkenscheid, die in den vergangenen Jahren stets am dritten und vierten Advent stattgefunden hat.

Lisa Gelzhäuser weist aber darauf hin, dass es aber wie gewohnt den Verkauf von Weihnachtsbäumen geben werde. Dabei werde man auf dem Hof in Belkenscheid auch eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken anbieten. Diese Aktionen finden am dritten und vierten Advent sowohl samstags als auch sonntags statt und dies jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

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