Mehr als 12 000 Euro bringt die Sammlung der Bäume

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Als „Baumschubser“ bezeichnen sich die Männer, die die Weihnachtsbäume von den Straßenrändern aufsammeln.

Kierspe - So ganz punktgenau wurde an diesem Morgen das Frühstück für die rund 250 Helfer bei der Weihnachtsbaumsammlung nicht fertig. Es hakte bei der Brötchenlieferung, denn durch den Sturm in der Nacht war der Löschzug Stadtmitte in der Pulverstraße im Einsatz und musste sich um zwei wankende Bäume und den Bauzaun des neuen Nettomarktes kümmern.

Von Gertrud Goldbach

Alles Weitere jedoch verlief nach Plan. Am Ende des Tages kamen die Verantwortlichen der Feuerwehr bei der Auszählung der Spenden auf die stolze Summe von 12 591,97 Euro, etwa 500 Euro weniger als im vergangenen Jahr.

Organisiert wurde die Weihnachtsbaumsammlung von der Jugendfeuerwehr der Feuerwehr der Stadt Kierspe und dort insbesondere von Annika Würth und Kilian Schumacher. Das ist keine Aufgabe, die mal so eben erledigt wird. „Bereits im Oktober fangen wir mit den Planungen an“, so Annika Würth. „Dann nehmen wir Kontakt mit den Firmen auf, die uns ihre Lastwagen zur Verfügung stellen.“ Unterstützt wurden beide durch das Jugendrotkreuz, den Spielmannszug und die Kinderfeuerwehr, die sich auch den Erlös teilen.

Schon morgens um 8 Uhr trafen sich die Helfer in der Mensa der Gesamtschule Kierspe zu einem gemeinsamen Frühstück. Gut gestärkt sollten sie in den strapaziösen Tag gehen.

Dominik Backhaus hatte die Übersicht über alle Sammelbezirke und war der „Herr der Büchsen“, die er an die Spendensammler ausgab. In 22 Bezirke waren Kierspe und Rönsahl eingeteilt und die Fahrtrouten waren für die einzelnen Fahrer optimal ausgearbeitet und spiegelten jahrelange Erfahrung wider.

Nicht so viele Bäume wie im vergangenen Jahr

Gefühlsmäßig kamen in diesem Jahr nicht so viele Bäume zusammen wie in den Jahren zuvor, obwohl das von Sammelbezirk zu Sammelbezirk unterschiedlich war. „Wir mussten in diesem Jahr dreimal zum Handweiser fahren und unsere Bäume abliefern“, so Peter Richter, der im Bezirk Bahnhof und Richtung Hinterste Berg unterwegs war. „Im vergangenen Jahr hatten wir einen Lkw Tannenbäume mehr.“ Andere Sammler hingegen hatten weniger Bäume, doch unterm Strich hat es keine Veränderung zum vergangenen Jahr gegeben.

Gegen 9 Uhr machten sich auch die letzten Fahrer auf, um ihre Bezirke anzufahren. Während die ersten schon recht bald an der K 25 (Handweiser) ihre gesammelten Bäume ablieferten, brauchten andere mehr Zeit.

Die Bäume zum Brennen zu bringen, war nun die Arbeit eines Fachmannes. „Ein paar Europaletten, trockenes Stroh, klein gehacktes Holz und obenauf eine alte Meinerzhagener Zeitung“, war das Erfolgsrezept zum Anzünden der Tannenbäume. Viel nachhelfen mussten die Feuerwehrleute in diesem Jahr aber nicht. „Die Weihnachtsbäume brannten wie Zunder“, schilderte Andreas Pfaffenbach vom Löschzug 1 an der Wehestraße. „Kaum hatten wir die Bäume auf das Feuer geworfen, waren sie auch schon verbrannt.“

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