Mitreißende Weihnachts-Comedy

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Brillant verkörperte die Schauspielerin Sonni Maier den Engel, für den ein Undercover-Erdeinsatz bevorstand. –

KIERSPE – „Wir wollten in der Vorweihnachtszeit einmal etwas anderes anbieten als ein Konzert. Etwas Humorvolles aber auch Besinnliches“, erklärte Iris Lemmer von der Freien evangelischen Gemeinde die Entscheidung für das Weihnachts-Comedy-Programm „Engel-Alarm“ am Samstagabend im Gemeindehaus Am Nocken.

Von Martina Haski

Im gut gefüllten Saal folgte das Publikum der quirligen Sonni Maier durch alle Facetten des Weihnachtsfestes. Mit ihrer hinreißend ausdrucksstarken Mimik schlüpfte die Schauspielerin aus Wetter in ständig wechselnde Rollen. Ob als quengelnder, geschenkesüchtiger kleiner Giftzwerg, gestresster Familienvater, zuckersüße, um Harmonie bemühte Mutter oder „Null-Bock-Teenager“ – immer verkörperte sie den jeweiligen Weihnachts-Horrortyp auf amüsante und überzeugende Weise.

Vor sparsamer roter Bühnendekoration sorgte Sonni Maier, in witzigen Kostümen und mit Hilfe weniger Requisiten, mit ihren selbst geschriebenen Gedichten, Geschichten und Spielszenen für beste Unterhaltung. Dabei reichte ihr Repertoire vom Lichterketten-Wettrüsten hin zum fachkundigen Anbringen von Sauerkraut als Lametta-Ersatz. Musikalisch wirkungsvoll unterstützt wurde sie von der Sängerin Janine Wolf und dem Pianisten Johannes Dück. Mit ihrer jazzigen Interpretation bekannter Weihnachtslieder ließ das Musikerduo sein Publikum immer wieder aufhorchen und Texte neu wahrnehmen. Weihnachten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, gelang den Akteuren hervorragend. Mit anhaltendem Beifall wurden sie in die Pause verabschiedet. Bei Punsch und Plätzchen plauderten die Zuschauer im Foyer fröhlich über das bisherige Programm.

Witzig-ironisch, aber auch besinnlich

Wandlungsfähig und sprühend ging es auch nach der Pause weiter. Witzig-ironisch, aber zunehmend auch besinnlich näherte sich Sonni Maier der eigentlichen Weihnachtsbotschaft an. Brillant verkörperte sie im fliegenden Wechsel die beiden Engel in der himmlischen Schaltzentrale, die von den Informationen zu ihrem bevorstehenden Undercover-Erdeinsatz völlig überfordert waren. Märchenhaft und anrührend schließlich ihre Geschichte von den drei kleinen Bäumen, deren Holz den Menschen auf ganz unterschiedliche Weise den Weg zu Gott weist.

„Kommt und zündet eine Kerze an, damit Licht in der Dunkelheit leuchtet. Setzt ein Zeichen der Hoffnung, denn das ist Weihnachten“, lautete Sonni Maiers abschließende Botschaft.

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