Rönsahler Vereine wünschen Teilnahme am Dorf-Wettbewerb

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Seit 28 Jahren nimmt Rönsahl mit großer Regelmäßigkeit am Dorfwettbewerb teil. Die Vereinsvertreter wünschen sich auch für das kommende Jahr eine Teilnahme.

Rönsahl - „Mögen hätten wir schon gewollt, nur dürfen haben wir uns nicht getraut", Karl Valentins geflügeltes Wort mag manchem der gut 20 Rönsahler Vereinsvertreter beim Gesprächsabend am Montag zum Thema "Dorfwettbewerb" in der Historischen Brennerei in den Sinn gekommen sein.

Bereits zum dritten Mal fand in diesem Zusammenhang ein Sondierungsgespräch unter Leitung von Koordinator Karl-Friedrich Marcus statt. Bereits vor den Sommerferien hatte an gleicher Stelle jeweils eine Gesprächsrunde zum Thema mit Rönsahler Kommunalpolitikern sowie mit den hier ansässigen Gewerbetreibenden stattgefunden. Auch diesmal ging es darum, ob Rönsahl im kommenden Jahr auf Kreisebene nun dabei sein soll oder eben nicht. Und für beide Positionen gab es wiederum durchaus stichhaltige Argumente.

Während einerseits ins Feld geführt wurde, dass die Dorfgemeinschaft Rönsahl, bereits seit 28 Jahren erfolgreich in Sachen Dorfwettbewerb engagiert, in der Vergangenheit schon fünfmal zum Märkischen Golddorf gekürt und erst im Vorjahr als eines der insgesamt 32 mit der Silbermedaille auf Landesebene ausgezeichneten Dörfer schon aus diesem Grunde keinesfalls fehlen dürfe, gab es auch gegenteilige Ansichten. Denn während die Befürworter die weitgehend intakte Infrastruktur des Dorfes mit seiner vielschichtigen und regen Vereinswelt und den daraus resultierenden Aktivitäten unterschiedlicher Art im sozialen und kulturellen Leben und die darauf fußende stets positive Resonanz bei den Juroren setzten, gab es auch kritische Stimmen.

Zukunftsfähigkeit muss geklärt werden

Rund 20 Vertreter der Rönsahler Vereine diskutierten in der Brennerei.

Vertreter dieser Richtung rieten dazu, nach neuen Möglichkeiten als Beleg für die so entscheidend wichtige Frage nach der Zukunftsfähigkeit eines Dorfes zu suchen und empfahlen in diesem Zusammenhang eine schöpferische Pause in Sachen Wettbewerbsteilnahme.

Einig war sich die Gesprächsrunde indes darin, dass Dorfwettbewerbe nur Mittel zum Zweck sein können, nämlich vor allem der Verbesserung der Lebensumstände für die Dorfbevölkerung dienen sollen. Im Rahmen einer angesagten Vorstellungsrunde hatten die Vereinsvertreter zudem Gelegenheit, eine Reihe von Orientierungspunkten aufzugreifen. So ging es beispielsweise darum, welche konkreten Zukunftsplanungen im Raume stehen, ob und wie die unterschiedlichen Generationen ins jeweilige Vereinsgeschehen integriert werden (können), wie sich die Vereine auf ein geändertes Freizeitverhalten und andere soziale Wertvorstellungen einstellen und wie es mit der Kooperation der Vereine untereinander aussieht.

Unisono machte sich die Erkenntnis breit, dass das Vereinsleben im Allgemeinen in Zukunft nicht eben einfacher werde, zumal dann, wenn es nicht gelinge, die Jugend aktiv ins Geschehen einzubinden. Und eben da will man gemeinsam den Hebel ansetzen – auch und gerade mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit von Vereinen und Dorf.

Nachdem sich mehrheitlich die Tendenz pro Dorfwettbewerb abgezeichnet und sich sogleich auch mehrere Vereinsvertreter zur aktiven Mitarbeit bei Vorbereitung und Durchführung der Teilnahme am Kreiswettbewerb bereit gefunden hatten, galt die positive Weichenstellung in Sachen Dorfwettbewerb letztendlich als beschlossene Sache.

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