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Masken ja und Masken nein

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Von: Johannes Becker

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Seit Anfang dieser Woche entscheiden die Schüler selbst, ob sie im Klassenraum noch Masken tragen wollen. Dabei ergibt sich an den beiden Kiersper Grundschulen mit ihren vier Standorten ein unterschiedliches
Seit Anfang dieser Woche entscheiden die Schüler selbst, ob sie im Klassenraum noch Masken tragen wollen. Dabei ergibt sich an den beiden Kiersper Grundschulen mit ihren vier Standorten ein unterschiedliches © Matthias Balk

Zwei Schulen, vier Standorte – und ganz unterschiedliche Erfahrungen mit dem Wegfall der Maskenpflicht am eigenen Platz im Klassenzimmer.

Kierspe - „Als ich in der vergangenen Woche die neue Regelung in den Klassen mitgeteilt habe, hat es regelrechte Begeisterungsstürme gegeben. Es gibt aber auch Kinder, die die Maske weitertragen. Nach Aussage der Kinder tun sie das, weil sie es wollen. Diese Kinder sind einfach noch sehr verunsichert“, erzählt Stefanie Fischer, Rektorin des Schulverbundes aus Bismarck- und Servatiusschule.

Verunsichert seien aber nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer. Als „ungutes Gefühl“ beschreibt die Schulleiterin die Gemütslage ihrer Kollegen, die zum Teil auch durchaus weiter die Maske im Unterricht tragen würden. „Bisher haben wir einfach viel Glück gehabt, da alle Corona-Tests in unserer Schule negativ ausgefallen sind“, so Fischer.

Als ich in der vergangenen Woche die neue Reglung in den Klassen mitgeteilt habe, hat es regelrechte Begeisterungsstürme gegeben.

Stefanie Fischer, Rektorin

Dass das Weglassen der Maske Vorteile hat, sieht die Schulleiterin als sicher an: „Wir verstehen die Kinder viel besser.“ Und man könne nun auch wieder besser erkennen, wer „quatsche“. „Es gab Kinder, die hatten das Sprechen unter der Maske so perfektioniert, dass man am sichtbaren Rest des Gesichts nicht erkennen konnte, dass sie mit ihrem Sitznachbarn sprachen. Das geht jetzt natürlich nicht mehr“, erzählt die Rektorin, die auch zu berichten weiß, dass sich etliche Schüler aus dem dritten und vierten Schuljahr daran erinnert hätten, dass es die Regelung – Maske im Schulgebäude, aber nicht am Platz im Klassenzimmer – bereits im vergangenen Jahr einmal gegeben hat. „Bei den ganzen Regelungen, die wir hatten, hatte ich das schon wieder vergessen“, sagt sie Schulleiterin.

Ganz anders die Situation am Verbund aus Pestalozzi- und Schanhollenschule. „Wir haben die Neuregelung in den Klassen gar nicht groß zum Thema gemacht. Ich habe in der vergangenen Woche die Eltern angeschrieben und darum gebeten, dass die Kinder die Masken doch weiter tragen sollten, gerade jetzt, wo die Zahlen der Infizierten wieder stark nach oben gehen“, erzählt Rektor Thomas Block auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung.

Meine Kolleginnen hatten sich sowieso dafür ausgesprochen, die eigenen Masken weiterzutragen.

Thomas Block, Rektor

„Meine Kolleginnen hatten sich sowieso dafür ausgesprochen, die eigenen Masken weiterzutragen“, so Block. Bei den Kindern habe sich in dieser Woche ein uneinheitliches Bild gezeigt. So hätten vor allem die Schüler des ersten und zweiten Jahrgangs die Masken mehrheitlich weitergetragen, bei den Schülern des dritten und vierten Jahrgangs sei es umgekehrt. Block: „Das mag daran liegen, dass die Erst- und Zweitklässler den Unterricht ja nur mit Maske kennen und die Dritt- und Viertklässler sich noch gut an eine Schulzeit ohne Mund-Nasen-Schutz erinnern können.“

In dem Wechsel zwischen Maskenpflicht und Maskenbefreiung im Schulgebäude sieht der Schulleiter kein Problem: „Diese Situation hatten wir ja schon mal im vergangenen Jahr, damals gab es auch keine Probleme“, so Block.

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