Vor allem die „Helfer vor Ort“ bekommen die Auswirkungen der Pandemie zu spüren

Wegen Corona: Nachwuchssorgen beim DRK

Vor allem die „Helfer vor Ort“ haben durch die Corona-Pandemie unter Nachwuchssorgen zu leiden.
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Vor allem die „Helfer vor Ort“ haben durch die Corona-Pandemie unter Nachwuchssorgen zu leiden.

Kierspe – Corona hat in diesem Jahr viele Pläne zunichte gemacht und Gemeinschaft zerstört. Das hat auch der DRK-Ortsverein Kierspe zu spüren bekommen, berichtet Volker Vollmann, Schatzmeister beim heimischen Roten Kreuz.

„Etliche Helfer konnten ihre Weiterbildung zum Rettungshelfer oder Rettungssanitäter, mit der sie bereits begonnen hatten, nicht weiterführen, andere konnten erst gar nicht mit diesen Weiterbildungen beginnen. Das hat vor allem für die ,Helfer vor Ort’ spürbare Folgen“, erzählt Vollmann.

In der Konsequenz könnten „engagierte Nachwuchshelfer“ nicht zum Einsatz kommen, während bei den aktiven Helfern durch Quarantänezeiten Ausfälle zu verzeichnen seien. „Bisher ist es uns mit größten Anstrengungen gelungen, die Dienstzeiten durchgehend zu besetzen, wobei die Helfer vor Ort montags bis freitags von 18 bis 6 Uhr und am Wochenende rund um die Uhr Bereitschaft haben“, so der Schatzmeister.

Froh ist er über die Unterstützung durch den Verein „Regionentwicklung Oben an der Volme“, der durch sogenannte Kleinförderprojekte dazu beigetragen habe, die Ausrüstung zu modernisieren und auch Defibrillatoren anzuschaffen, die auf den Fahrzeugen der „Helfer vor Ort“ ihren Platz gefunden haben.

„Aber die ,Helfer vor Ort‘ sind nur ein Teil unseres Angebots, das wir durch die Corona-Pandemie anpassen mussten. Auch bei den Blutspenden hat es Veränderungen geben müssen. So konnten leider unsere fleißigen Helferinnen des sozialen Arbeitskreises nicht wie gewohnt die Betreuung übernehmen, sondern mussten aus Gründen der Vorsicht pausieren“, sagt Vollmann.

Etliche Helfer konnten ihre Weiterbildung zum Rettungshelfer oder Rettungssanitäter, mit der sie bereits begonnen hatten, nicht weiterführen, andere konnten erst gar nicht mit diesen Weiterbildungen beginnen. Das hat vor allem für die ,Helfer vor Ort’ spürbare Folgen.

Volker Vollmann, DRK Kierspe

Auch sei ein Beieinandersitzen nach der Spende nicht mehr möglich. Um die Abstände zwischen den Spendern einhalten zu können, habe man den den Garagenneubau mit seiner Fläche von rund 100 Quadratmetern genutzt. Vollmann: „Trotz all dieser Widrigkeiten konnten wir uns über zahlreiche treue Spender, aber auch Erstspender freuen.“

Verlass sei auch auf die Mitglieder, die mit ihren Beiträgen die finanzielle Basis für die Arbeit des DRK Kierspe schaffen würden, „insbesondere, da die Helfer vor Ort rein auf Spenden- und Beitragsbasis finanziert werden. Wobei wir natürlich die Abgänge durch Umzüge und Sterbefälle spüren. Auf der anderen Seite sind keine neuen Helfer dazugekommen, da wir derzeit keine neuen Mitglieder an den Haustüren werben können“.

Von Veränderungen berichtet auch Christian Bendt, Helfer vor Ort, im Gespräch mit der MZ: „Uns fehlt auch das Zusammenkommen mit den anderen Mitgliedern. Natürlich lässt sich alles Dienstliche am Telefon oder per E-Mail klären, aber die persönlichen Gespräche, gemeinsame Unternehmungen und die Pflege von Freundschaften sind nicht möglich.“

Kontakt

Kiersper, die Kontakt zum Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes aufnehmen möchten, können das per Email unter kontakt@drk-kierspe.de tun. Aufnahmeanträge gibt’s, ebenfalls per Mail, unter schatzmeister@ drk-kierspe.de. Weitere Informationen über den Ortsverein finden sich im Netz unter www.drk-kierspe.de.

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