Wechsel in Stufe 1 hat in Kierspe nur wenig Auswirkungen

Ein Infizierter bedeutet Wert von 6,2

Inzidenzstufe - Änderungen - Stadt Kierspe - Maskenpflicht
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Aus der Pflicht war eine Empfehlung geworden, nicht so im Rathaus und den anderen städtischen Einrichtungen. Dort muss weiter eine Maske getragen werden.

Sehr viel ändern wird beziehungsweise hat sich in Kierspe nicht, als mit Beginn der Woche, die landesweite Inzidenzstufe auf 1 (bislang 0) stieg.

Kierspe - Lediglich aus der Empfehlung, eine Maske zu tragen, wird wieder eine Pflicht. Doch das galt auch bisher schon beispielsweise im Rathaus oder der Stadtbibliothek, wie Dorette Vormann-Berg, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters und Sachgebietsleiterin Zentrale Verwaltung, erklärt.

„Wir haben von unserem Hausrecht Gebrauch gemacht“, verdeutlicht Vormann-Berg, dass im Rathaus am Springerweg auch in der Inzidenzstufe 0 das Tragen einer Maske auf den Fluren Pflicht war. Nicht zuletzt auch wegen der verschiedenen Besucher – Verwaltung, Arbeitsamt, Jobcenter, et cetera – galt weiterhin die Pflicht, eine Atemschutzmaske zu tragen.

Diese Maskenpflicht gilt nun auch wieder für die Innenbereiche wie Geschäfte, Gaststätten oder Frisöre. Ebenso, dass die Kundenzahl in Geschäften begrenzt wird (zehn Quadratmeter für einen Kunden). In Gaststätten und anderen Einrichtungen muss die Maske bis zum Platz und auch beim Gang auf die Toilette getragen werden. Ebenso müssen Bedienungen einen Nasen-Mund-Schutz tragen.

Kontaktverfolgung wieder gewährleisten

Zu den Änderungen des Wechsels von der Inzidenzstufe 0 nach 1 gehört zudem, dass die Kontaktverfolgung gewährleistet werden muss. Dabei sei die elektronische Art natürlich eine bequeme Sache, weiß Oliver Knuf, Leiter des Sachgebiets Ordnung und Umwelt. Doch nicht jeder biete die Möglichkeit, sich mit der Corona-Warnapp oder der Luca-App einzuchecken. Es gebe nach wie vor Zettelwirtschaften.

Für Knuf und seine Mitarbeiter ändern sich nichts. „Wir werden wie bisher weiterhin stichpunktartig Kontrollen durchführen“, sagt der Sachgebietsleiter. Dagegen sei aber beispielsweise das Hilfsmittel „Nur mit dem Einkaufswagen ins Geschäft“ fast überall aufgehoben worden. In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde der Einkaufswagen als Hilfsmittel eingesetzt, um die Abstände zu waren, sondern ebenfalls, um die Zahl der Kunden, die sich gleichzeitig in einem Geschäft aufhalten dürfen, zählen zu können.

Oliver Knuf weiß ebenso, dass die Geschäfte in Kierspe vorbereitet waren, denn der Wechsel in die höhere Inzidenzstufe sei absehbar gewesen. Im Übrigen verweist der Sachgebietsleiter darauf, dass sich nichts ändern wird, falls in Kürze im Märkischen Kreis die Inzidenz von 10 übersteigt. Weitere Änderungen durch die Corona-Schutzverordnungen kämen lediglich bei höheren Inzidenzstufen zum Tragen.

Zwei Fälle ergibt Inzidenz von 12,4

In Kierspe lag die Inzidenz am Montag bei 12,4 Fällen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen. In absoluten Zahlen: In Kierspe gab es am Montag zwei Corona-Fälle. „Bei uns macht ein Fall einen Wert von 6,2 aus“, erklärt Oliver Knuf, dass ein positiv Getesteter bei einer vergleichsweise geringen Einwohnerzahl einen hohen Inzidenzwert ergibt. Wenn in dieser Woche nach der Quarantäne ein Corona-Fall rausfällt, dann sinkt die Inzidenz in Kierspe gleich auf 6,2.

Angesichts von zwei Covid-19-Fällen „sehen wir das im Moment relativ entspannt“, meint Knuf, zumal zum Beispiel auch weiterhin die Stadtbibliothek und auch das Hallenbad geöffnet haben. Dort gilt ebenfalls wie im Rathaus die Maskenpflicht, im Räukepütt bis nach den Umkleiden.

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