Keine Fronleichnamsprozession, aber:

Gruppe Maria 2.0 schafft ein frauenbewegtes Bild

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Beten kann man selbstverständlich auch in freier Natur.

Kierspe - Eine Fronleichnamsprozession wird es in diesem Jahr nicht geben und auch die Erstkommunion hat bislang nicht stattgefunden, zwei von vielen Höhepunkten im Festkalender der Gemeinde St. Josef.

Aber ein damit verbundenes Detail gibt es jetzt trotzdem – ein Blumenbild. Dieses Bodenbild aus Blumen und Blüten war sonst Jahr für Jahr vor dem Gemeindehaus zu sehen, viel bewundert von der Gemeinde und gestaltet meist unter Mitwirkung einiger Kommunionkinder. Die Gruppe Maria 2.0 hat nun diese Tradition aufgegriffen, aber an Corona-Bedingungen angepasst.

Das Bild liegt deshalb in Stöcken, im Garten von Familie Sikora. Dort trafen sich die Frauen, brachten aus ihren Gärten Pfingstrosen und Akelei, Margeriten und Schleierkraut mit und legten ein frauenbewegtes Bild, an dem die Gemeinde digital teilhaben kann. Zu sehen ist es auch auf der Homepage der Kirchengemeinde. Auch sonst zeigt sich die Gruppe flexibel, getreu dem Motto „Kirche ist offen!“.

Ein Blumenbild in der Tradition von Fronleichnam, gestaltet von der Gruppe Maria 2.0.

Dieser Satz steht auf der Fahne des Bistums Essen, die seit einigen Monaten vor der Kirche St. Josef weht. Etwas kleiner, am unteren Rand, ist dort zu lesen: „Du bewegst Kirche!“. Das mit dem „offen“ war vom Bistum möglicherweise rein räumlich gemeint – die Kirche ist tagsüber ständig geöffnet für das persönliche Gebet. Aber Interpretationsspielräume gibt es immer und die sah die Gruppe auch in Bezug auf den zweiten Satz.

Die Fahne weht schon seit Monaten vor der Kirche St. Josef. Die Gruppe Maria 2.0 sieht viel Spielräume für die Interpretation.

Vorläufig bewegen sich die Frauen erst einmal selber und weil die Abstandsregelungen inzwischen etwas gelockert wurden, konnten sie sich auch im kleinen Kreise wieder treffen, wenn auch auf Distanz. Das geht im Freien besser als in geschlossenen Räumen. Ein als Wandergottesdienst geplanter Gang führte die Gruppe über einen Rundweg von Rönsahl an der Lingese-Staumauer vorbei über den Wernscheid zurück nach Rönsahl.

Gebete zum universalen Thema Frieden

Die dabei gesprochenen Gebete galten einem universalen Thema: Frieden. Den konkreten Bezug bot der 75. Jahrestag des Kriegsendes. Diese Form mobiler Gruppenarbeit und Gläubigkeit wollen die Frauen vorerst beibehalten, jedenfalls solange die Kirche zwar offen ist, Gottesdienste aber nur in eingeschränkter Form gefeiert werden können. Ab dem nächsten Treffen sollen dann auch wieder Interessierte aus der Gemeinde eingeladen werden, abhängig von den dann geltenden Regeln.

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