Waldjugendspiele: 140 Grundschüler auf Entdeckungsreise in Kierspe

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Waldpädagoge Axel Dohmen (rechts) instruierte die Teilnehmer zu Beginn der Waldjugendspiele. MdB Petra Crone war gekommen, um ihnen viel Erfolg zu wünschen, denn auf die Gewinner warten wieder tolle Ausflüge.

Kierspe - Ein riesiger „Knubbel“ wuchert am glatten Stamm einer Buche. Was mag das sein? Das „Expertenteam“, das als eines von vielen am Dienstag das Waldgebiet am Lauseberg im Rahmen der Waldjugendspiele durchstreifte, kommt schnell zu einer einhelligen Diagnose: „Baumkrebs!“.

Das Ergebnis wird umgehend im Fragebogen verzeichnet, und weiter geht’s zur nächsten Aufgabe. Ausgerüstet mit Klemmbrett, Fragebogen und Stift hatten sich 140 Schüler aus sechs Klassen des vierten Schuljahres von Bismarck-, Pestalozzi- und Servatiusschule nach einigen Instruktionen durch den Waldpädagogen Axel Dohmen und die Revierförster Klaus Pokrandt und Uwe Treff auf den rund 4,5 Kilometer langen Parcours gemacht, um Antworten auf 20 Fragen zum Ökosystem Wald zu finden, die ihnen an gut markierten Stationen gestellt wurden.

MdB Petra Crone war zum Auftakt der Spiele nach Kierspe gekommen, um den Teilnehmern viel Erfolg zu wünschen, denn auf die Gewinner warten wieder einmal Ausflüge zum Düsseldorfer Landtag, dem Wildpark Voßwinkel oder einem Erlebnispark.

Handelt es sich bei den kleinen Bäumchen um eine Pflanzung durch den Menschen oder eine Naturverjüngung, bei der aus den Samen der Mutterpflanzen neue Bäume keimen? Wurde ein Baum durch Windwurf oder Windbruch zu Fall gebracht? Spielerisch und durch direktes Erleben und Erfahren wurden den Kindern Fachbegriffe und Einblicke in die natürlichen Zusammenhänge vermittelt. Tierspuren wurden untersucht, Bäume mussten anhand ihrer Blätter und Zapfen bestimmt werden und auch sportliche Leistungen mussten etwa beim Zapfenzielwurf erbracht werden.

Wie verblüffend einfach sich die Höhe eines Baumes mit dem Blick über die Spitze eines Stockes hinauf zum Wipfel feststellen lässt, konnten die Kinder bei ihrem Rundgang selbst ausprobieren. Blieb nur noch die Distanz abzuschreiten, und das Ergebnis konnte notiert werden. Auch das Alter der Giganten war nach Abzählen der Astquirle kein Geheimnis mehr.

Außerdem erfuhren die jungen Forscher, was der Wald den Menschen gibt und was auf keinen Fall hineingehört. Waldpädagoge Axel Dohmer erläuterte das richtige Verhalten in diesem Ökosystem: Auf den Wegen bleiben, um die Tiere nicht zu stören. Keine Bäume, Sträucher und Kräuter beschädigen und keinen Abfall zurücklassen.

Mit den Erfahrungen und Erlebnissen, die die Kinder bei ihrem Rundgang gemacht haben, werden sie sich mit ihren Klassenlehrern noch einmal im Unterricht beschäftigen, um die neuen Erkenntnisse zu vertiefen.

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