Mobilitätsstationen, Mitfahrbank und mehr

So soll die Mobilität an der Volme verbessert werden

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Das Konzept „Nachhaltig mobil Oben an der Volme“ wurde jetzt von Frank Emde, Susanne Neumann, Thomas Gehring, Jan Nesselrath und Ralf Bechtel (von links) vorgestellt.

Kierspe - „Wie kann die Mobilität in den vier Volme-Kommunen verbessert und gleichzeitig auch nachhaltig gestaltet werden?“ – mit dieser Frage hat sich ein externes Büro, das vom Verein Regionalentwicklung Oben an der Volme im Rahmen eines Leader-Projekts beauftragt worden war, auseinandergesetzt.

Das Ergebnis ist das Konzept „Nachhaltig mobil Oben an der Volme“, das jetzt von Regionalmanagerin Susanne Neumann zusammen mit den Bürgermeistern Frank Emde (Kierspe) sowie Jan Nesselrath (Meinerzhagen), Thomas Gehring (Halver) und Ralf Bechtel (Schalksmühle) vorgestellt wurde.

Verbesserung der Infrastruktur

Neben der Ist-Analyse – dabei spielten und spielen der Volmetalradweg und die -bahn wichtige Rollen – enthält dieses Konzept natürlich auch eine Potenzialanalyse: Es gibt eine Reihe von Punkten und Ideen, die aufgegriffen, weiter entwickelt und umgesetzt werden können und damit zur Verbesserung der Infrastruktur im Bereich der Mobilität beitragen können.

Dazu gehören zum Beispiel Mobilitätsstationen, wo es ein Fahrrad-Sharing, einen Verleih von E-Bikes sowie Räder geben könnte. Vorstellbar ist ebenfalls, ein Car-Sharing an solchen Stationen anzubieten, ebenso wie Mitfahrlösungen. Dabei würden sich solche Stationen nach den Gegebenheiten, Möglichkeiten und dem Bedarf an den jeweiligen Standorten richten.

So würde beispielsweise eine Mobilitätsstation in Halver anders aussehen als in Meinerzhagen oder Schalksmühle. Dagegen sollte eine Bedarfsermittlung für das Carsharing natürlich in allen vier Kommunen durchgeführt werden. Gleiches gilt für den Bereich Kommunikation: Informationen über vorhandene Angebote und Systeme sollte es an allen Mobilitätsstationen geben. Als Beispiel führte Susanne Neumann an, dass Bürger, die von Meinerzhagen nach Schalksmühle fahren wollen, über die verschiedenen Möglichkeiten wie Bahn, Bus oder Carsharing informiert werden sollten. Dazu soll eine digitale Mitfahrbank beitragen, die aufgebaut werden müsste.

Sichere Abstellplätze

Es gehe aber auch beispielsweise darum, für E-Ladestationen (Autos wie E-Bikes beziehungsweise Pedelecs) und für sichere Abstellplätze zu sorgen. Niemand stelle sein teures E-Bike den ganzen Tag oder ein Wochenende lang vergleichsweise ungesichert an einem Bahnhof ab. Zu den Zielen, die mit diesem Konzept verfolgt werden, gehört die Unterstützung des Klimaschutzes.

Zum Umstieg animieren

Anders ausgedrückt: Dort, wo es möglich ist, sollte auf die individuelle Nutzung des Autos verzichtet, auf Mitfahrmodelle, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder oder E-Bikes oder ebenso elektrische Fahrzeuge umgestiegen werden. Daher gibt es für die vier Kommunen ebenfalls einen Vorschlag: die weitere Elektrifizierung der kommunalen Fuhrparks. Statt herkömmlicher Benzin- oder Dieselfahrzeuge sollte man in Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle solche mit Elektromotor anschaffen – so, wie es teilweise schon geschehen ist.

Eine Möglichkeit, die im Konzept enthaltenen Projektvorschläge zu konkretisieren und letztlich umzusetzen, sehen die Verantwortlichen in der „Ideenfahrt“ in der kommenden Woche. Dabei geht es um Ideen, mit denen sich die Oben-an-der-Volme-Kommunen sowie die Gemeinde Herscheid für die Förderung durch die Regionale 2025 bewerben wollen. Aus den verschiedenen Projektvorschlägen und Ideen kann und sollte eine Mobilitätsmarke Oben an der Volme geschaffen werden. Dies werde dann zu einem festen Begriff der vielfältigen Mobilitätsangebote im gesamten Volmetal für alle Nutzer, von den Jugendlichen über Berufspendler bis hin zu den Touristen.

Steigerung der Lebensqualität

Gleichzeitig werde damit eine Steigerung der Lebensqualität Oben an der Volme erreicht und die Region als innovativer und nachhaltiger Wirtschaftsstandort gefördert. Dabei werden die Kommunen natürlich stets versuchen, ihren Einfluss bei den Einrichtungen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zunehmen. Vertreter der entsprechenden Einrichtungen wie beispielsweise die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) und Bahn seien im Rahmen der Erstellung des Konzepts mit „am Tisch“ gewesen.

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